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Montag, 16. Januar 2012

Zu Diensten.

Die eine oder andere von euch wird den Film „The Green Lantern“ gesehen haben, um den es in diesem Posting nicht gehen soll. Einer der Hauptdarsteller ist der mächtige Bösewicht Parallax, dessen mächtige Bösartigkeit durch Volumen dargestellt wird: In Form einer gewaltigen dunklen Wolke brodelt Parallax durchs Universum, um sich schließlich mit dem Ziel der Vernichtung auch der Erde zu nähern.

Die Erde vernichtet man als intergalaktisches Riesenwesen bekanntlich am schnellsten, indem man sich in Großaufnahme zwischen New Yorker Wolkenkratzer wirft zwecks Größenvergleich und Zerstörung gutartiger Gegenspieler.

Parallax quoll also pflichtbewusst drohend zwischen Hochhäusern herum, der Superheld stellte sich ihm kämpfend entgegen und ich dachte: ‚Wenn ich so mächtig wäre und so viel Möglichkeiten aufgesaugt hätte, würde ich doch nicht so ein unpraktisches Format annehmen und mir ständig so einen Stress machen. Ganz im Gegenteil würde ich zusehen, dass ich klein und gemütlich irgendwo lebe, wo ich mich komfortabel bedienen lassen kann und jeder meiner Wünsche erfüllt wird.‘

Diesen Moment suchte Miss Sally sich aus, um schnurrend die Krallen einer Vorderpfote in meine Schulter zu graben und dann zufrieden zuzusehen, wie ein kleiner Blutstropfen meinen Oberarm hinunterrann.

Parallax ist kleiner und sieht unschuldiger aus als die anderen Katzen. Sie läuft senkrecht an uns hoch ohne Rücksicht auf Verluste, ist jedoch abends mit einem aufgeschlagenen Hühnerei friedlich zu stimmen und verbringt ihre Tage am liebsten in Waschbecken mit einem ganz leicht tropfenden Hahn (wahrscheinlich zwecks Befeuchtung und damit Frischhaltung der Superschurkenfähigkeiten).

Wir leben nicht schlecht als Diener einer intergalaktischen Supermacht des Bösen, zumindest fürs Erste.

Und wer weiß denn schon wirklich, was die Zukunft bringt?
Eben.

# 16. Januar 2012 um 05:57 PM
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Mittwoch, 21. Dezember 2011

Ruhig ist es um mein Blog geworden

“Ruhig ist es um dein Blog geworden, da könntest du ja wirklich mal wieder mehr schreiben.”  Zuerst habe ich, so glaube ich, einfach nur geblinzelt: Es hat etwas durch und durch Erfrischendes, auf Bekannte zu treffen, die es irgendwie geschafft haben, unseren Ritt durch die Privatapokalypse völlig zu verpassen, obwohl sie immer mal wieder das Blog lesen. Ist nur eben ziemlich selten.

Völlig außer Frage steht, dass ich in jedem Gespräch so lange punkten könnte, bis das Gegenüber nur noch verstört schweigt. Kann oder sollte ja kein Gesprächsziel sein. Da ich aber selbst nicht weiß, was ich zu jemandem sagen würde, der mit einer Thrombose im Bein und einer lebensgefährlichen Erkrankung halbnackt das eigene Kind aus dem brennenden Eigenheim inklusive Büro getragen hat, um dann erst mal anderthalb Jahre lang mit einer thyreotischen Krise zu kämpfen, während die Hausratversicherung sich über einen sehr langen Zeitraum gefährlich ungnädig benahm und der Mann nach Aufenthalt auf der Intensivstation Verbrennungen dritten Grades ausheilte und wir parallel um unsere Existenz kämpften, murmele ich in der Regel nur was von “viel zu tun”,wenn einer fragt, wie es so geht.

Was ja auch stimmt. Irgendwie.

Vor allem bin ich damit beschäftigt, nicht zu einer jener monothematischen Persönlichkeiten zu werden, die einmal im Leben ein einschneidendes Erlebnis meist negativer Art hatten und nun wie das Kasperle aus der Kiste springen und dieses Thema intervallartig ein Leben lang aufarbeiten. Wir wissen alle, wie das ausgehen kann. Da kommt dann einer und stülpt seine gemachte Erfahrung bei der erstbesten halbwegs passenden Gelegenheit übers anliegende Thema.  Die Frau Kelef kennt einen Thailand-Experten, der das auch ohne Trauma schafft. Wir alle kennen den geheilten Extremkranken, der danach aposteln geht mit Rohkost oder Dauerlauf und vielleicht am allerschlimmsten sind noch jene, die einmal für 5 Minuten Medienaufmerksamkeit hatten und noch am Rollator humpelnd erzählen werden, wie das damals so war.

Das Feuer war schlimm.
Die Erlebnisse danach waren schlimmer.
Die Erlebnisse danach waren aber auch unglaublich toll.

Auch das muss verarbeitet werden.

Vielleicht schreibe ich wirklich irgendwann mal den ganzen Bericht fertig und ins Blog. Aber erst, wenn diese Achterbahnfahrt allmählich ausrollt. Denn davon kann auch siebzehn Monate nach dem Brand noch nicht die Rede sein. Unsere Wohnung ist noch nicht wieder aufgebaut, gesundheitlich bleibt alles schwierig und momentan habe ich nicht mal Lust darauf, darüber zu bloggen, wie ich in Quarantäne geschickt wurde, um radioaktiv verseucht zu werden. Obwohl das ganz lustig war, und hoffentlich den gewünschten Erfolg (zerstörte Schilddrüse) erzielt.

Ja,es ist ruhig um mein Blog geworden. Überleben im übertragenen und sprichwörtlichen Sinne ist und war erst mal wichtiger. Doch ich habe immer noch Lust zu bloggen, werde ganz sicher nicht aufhören und es bleibt also nicht auf Dauer so ruhig.

Euch allen wunderbar entspannte Feiertage, ganz viel angenehme Langeweile und ein herrlich ereignisloses, rundum gesundes Jahr.

# 21. Dezember 2011 um 07:59 PM
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Freitag, 16. September 2011

Das Dach kommt

Ein Jahr, zwei Monate und eine Woche nach dem Brand:

Ehemaliges und zukünftiges Gästezimmer

Ehemaliges und zukünftiges Gästezimmer, von schräg oben. Mehr Bilder bei Flickr.

# 16. September 2011 um 09:50 PM
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Donnerstag, 15. September 2011

Eine kleine Aufheiterung zwischendurch

Vor unserem Haus steht der Wagen eines Dachdeckers. Die URI auf seinem Auto führt zu einer Homepage, auf der als Referenzobjekt die Wohnanlage angegeben wird, in der 1997 meine Decke einstürzte.

So war das.

Nur damit ihr auch mal was zu lachen habt.

# 15. September 2011 um 07:59 AM
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Sonntag, 28. August 2011

Lebwohl

Miss Peppermint Mayday
12.07.1993 bis 28.08.2011

miss p

Danke für 18 wunderbare Jahre und das beste Schnurren, das jemals von einer Katzenprinzessin hervorgebracht wurde. Wir vermissen dich schon jetzt ganz fürchterlich.

# 28. August 2011 um 07:25 PM
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