Moving-Target.de
»Somebody said it takes about six weeks to get back to normal after you've had a baby. Somebody doesn't know that once you're a mother, normal is history.«
»There are times when parenthood seems nothing more than feeding the hand that bites you.« Peter de Vries
Navigation
Aktuell | Rubriken | Archiv seit 1996
Blogosphärisches | Blogroll | Über ...
Aktuellste Einträge:
- Perücke mit Netz
- Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte ich diesen Eintrag schon mal geschrieben.
- Momentaufnahme von der Baustelle, aktuell
- Immer noch Baustelle
- Pappnasenzeit.
Abonnieren:
Peripherie
Haupteingang
Notizblog
Webdesign CMS
Kurzgeschichten
Kuechenzeilen.de
Muttertag | Alphamama
Schutt & Asche
Notizblog |
Buchblogger
Lebkuchenhaus | Düsseldorf für Kinder
Kontakt
powered by ExpressionEngine
bloggish
Erklär das mal jemandem, der nicht weiß, was ein Blog ist:
Bloggen wir täglich, haben wir kein Sozialleben.
Bloggen wir selten, ist das Blog nicht interessant.
Bloggen wir kurze Einträge, fehlt das Talent für längere Texte.
Bloggen wir lange Einträge, haben wir nichts besseres zu tun.
Ist das Design zu schlicht, hat das Blog kein authentisches Gesicht.
Ist das Design bunt, ist das Blog nicht cool genug.
Ist das Design selbstgemacht, ist man einer dieser Nerds/Geeks.
Ist das Design nicht selbstgemacht, ist es billigste Massenware.
Schreibt man anspruchsvoll, will man sich nur wichtig machen.
Schreibt man einfach nur so, verfasst man überflüssige Banalitäten.
Schreibt man Unterhaltung, will man bloss um Besucher buhlen.
Schreibt man Nachdenkliches, ist man peinlicher Befindlichkeitsblogger.
Wird man nicht von Ehrgeiz getrieben, ist man anspruchslos.
Wird man von Ehrgeiz getrieben, fühlt man sich über andere erhaben.
Wird man von Gefühlen geleitet, ist man heulsusig bis weinerlich.
Wird man nicht von Gefühlen geleitet, ist man gefühlskalt.
Ist man hilfsbereit, wird man ausgenutzt.
Ist man nicht hilfsbereit, wird man beschimpft.
Ist man offen für Kommunikation in den Comments, ist man wahllos und manipulierbar.
Ist man zurückhaltend in den eigenen Comments, ist man arrogant und unhöflich.
Interessiert man sich für Toplisten und die eigene Position darin, ist man eine arme Wurst.
Interessiert man sich nicht für Toplisten und die eigene Position, dann deswegen, weil man sowieso nicht mithalten könnte.
Läuft das Blog auf der eigenen Website, nimmt man das Bloggen zu wichtig.
Läuft das Blog bei einem Bloghosting-Provider, ist Bloggen einem kein echtes Blog wert.
Kümmert man sich um seine eigenen Angelegenheiten, ist man nicht vernetzt genug.
Kümmert man sich um das, was andernblogs geschieht, ist man nur auf Backlinks aus.
Kümmert man sich um das Blogosphärengeschehen, hat man wohl kein echtes Leben.
Kümmert man sich nicht um die Blogosphäre, ist man ignorant und sowieso von vorgestern.
Bloggt man als Frau Fotos von sich, will man nur den Mädchenbonus ausspielen.
Bloggt man als Frau keine Fotos von sich, ist man zu hässlich dafür.
Bloggt man friedlich, fehlt die Durchschlagkraft.
Bloggt man nicht friedlich, hat man Defizite.
Hat man eine Blogroll, bewegt man sich im Sumpf verfilzter Kreise.
Hat man keine Blogroll, ist man unbeliebt.
Hat man ein Impressum, hält man sich für zu wichtig.
Hat man kein Impressum, ist man eine anonyme Lachnummer.
Erzählt man, wenn man Probleme hat, ist man ein exhibitionistischer Jammerlappen.
Erzählt man es nicht, wenn man Probleme hat, ist man oberflächlich, wahlweise verkorkst.
Erzählt man, wenn man andere Blogger trifft, ist man ein Angeber.
Erzählt man nicht, wenn man andere Blogger trifft, hat man was zu verbergen.
Reagiert man auf Memes, Stöckchen, Trackbacks und Co, schleimt man rum.
Reagiert man nicht auf Memes, Stöckchen und Co, ist man arrogant.
Schreibt man Einträge übers Bloggen, will man nur Reaktionen fischen.
Schreibt man keine Einträge übers Bloggen ...
Und so weiter.
Blog ist immer auch Rauschen.
Man hat mir gesagt, nachdem ich Reaktionen in einem anderen Blog anstrengend fand: »Wenn du weder beraten noch diskutiert werden willst noch Comments erhalten willst, die zeigen, dass du völlig missverstanden wurdest, dann musst du dir eben sehr viel mehr Mühe mit dem Ausformulieren von Beiträgen geben, damit kein Raum für Fehlinterpretationen bleibt und dann musst du auch immer ausdrücklich dazuschreiben, dass du keine Tipps benötigst oder willst und im Text musst du dann ergänzen, wie du selbst die Situation auflösen wirst, von der du gerade schreibst, damit den Lesern keine Fragen offen bleiben.«
Meine Antwort ist recht kurz ausgefallen: »Nein.«
Mal angesehen davon, dass ich gar nichts ‘muss’ ... ganz ehrlich: Ich könnte auch in die Bretagne ziehen und den Rest meines Lebens der jährlichen Herstellung einer kleinen Menge edler Konfitüre widmen, deren erlesene Qualität die aller anderen Brotaufstriche weltweit schlägt. Dann käme aber auch irgendwer angepopelt und hätte lieber Nutella oder handgeklöppelte mariniert-kandierte Sardinenscheibchen, würde mich für einen Konfitürenkonzern auf dem Weg zur Konfitürenweltmacht halten oder darüber diskutieren wollen, wieso ich nicht lieber die süßen kleinen Robbenbabys rette. Es ist im Grunde egal, ob man sorgfältig schreibt oder beim spontanen Bloggen bleibt (ich), irgendwer wird es immer falsch verstehen, irgendwer wird immer denken, es sei als Diskussionsforum gemeint, irgendwer wird dich immer ungefragt beraten und irgendwer wird immer beleidigt sein, weil er sich angesprochen fühlt, obwohl er es nicht ist und irgendwer ist auch immer dabei, der Ironie und Satire bitterernst nimmt.
Da kann ich auch nicht helfen.
Obzön.
Ulf bittet alle interessierten Leser, die selbst Weblogs oder ähnliche aktuelle Journale betreiben, eine kurze oder auch längere, auf jeden Fall aber eigene Definition oder Interpretation des Wortes »obszön« zu verfassen und ihm möglichst per E-Mail oder auch in den Kommentaren unten auf dieser Seite zu antworten bzw. den Link zur Veröffentlichung zuzuschicken.
Mir fallen jetzt einige Dinge ein, bei denen ich denke, dass sie allgemein als obszön empfunden werden sollten, obwohl das offensichtlich nicht so ist. Der teure, schädliche und seelenzerstörende Irrsinn rund um das so genannte Schönheitsideal zum Beispiel, den viele ganz offensichtlich als nachvollziehbar und damit als völlig normal empfinden. Oder das, was uns als Fernsehprogramm serviert wird, inklusive der kompletten Dröhnung auf allen Sendern bei bestimmten Themen und der Ausblendung, Vernachlässigung anderer Inhalte. Es schauen ja offensichtlich genug Leute, sonst gäbe es das nicht. Mit dem Thema Politik und Vertrauen darauf fang ich besser gar nicht erst an.
Kryptologie für Fortgeschrittene
Blog-Leser lesen aus Blog-Einträgen das heraus, was sie aus Blog-Einträgen herauslesen wollen. Sie finden Anspielungen, wo keine sind und fühlen sich angesprochen, wo sie gar nicht gemeint waren, obwohl man sich eigentlich ‘kennt’ und sehen Gemeinsamkeiten, wo es nichts gibt (auch wenn man sich nicht kennt). Fast alle sind trotzdem ganz OK, was man daran merkt, dass man nicht viel von ihnen merkt außer ein bisschen Commentchatting, dafür ist diese Funktion ja auch u.a. gedacht.
Jetzt wäre es noch schön, wenn die anderen - die vollzeittätigen Negativlinge - realisieren würden, dass der Blog-Autor nicht so richtig drauf angewiesen ist, sich zuspacken zu lassen.
Die Neidspacke, die jeden Eintrag selbstgefällig oder irrelevant findet, unterscheidet sich dabei eigentlich nur durch den Inhalt vom Stalker, der überall aufgeregt versteckte Liebesbeweise findet. Beide haben einen Festplattenschaden oder zu wenig Arbeitsspeicher im obersten Körperdrittel, wie soll man darauf Einfluss nehmen? Man will ja auch gar nicht.
»Stöckchen« Summertime
1. Was sind die ersten Gedanken, die dir zum Thema “Sommer” durch den Kopf schiessen?
Dass er langsam mal kommen könnte.
2. Wie sah ein typischer Sommerferientag deiner Kindheit aus?
Ich fuhr mit dem Rad und meinem Hund im Fahrradkorb zum Baggersee und rannte über die Pipeline, sobald die Arbeiter abgezogen waren. Der Hund auch. Ab und zu fielen wir rein.
3. Wenn du dich an den Kiosk in dem von dir üblicherweise besuchten Freibad zurückerinnerst, was fällt dir als Erstes ein?
Kaugummiflecken auf heißen Steinen, so gepresste Kiesel.
4. Wohin bist du in den Sommerferien gerne / häufig mit deinen Eltern in den Urlaub gefahren?
Ein paar Male Bauernhof, viele Sommer Borkum.
5. Wo fährst du heute gerne in den Sommerurlaub? Und warum?
Ich fahre nicht “in Sommerurlaub”. Das Wort alleine suggeriert Orte, die von Menschen überlaufen sind, die suche ich nicht freiwillig auf. SONNENurlaub, das wär noch was :-)