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»Somebody said it takes about six weeks to get back to normal after you've had a baby. Somebody doesn't know that once you're a mother, normal is history.«
»There are times when parenthood seems nothing more than feeding the hand that bites you.« Peter de Vries
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Teenage Mutant Whatever und Jeans in verschiedenen Längen.
Hosen kaufen. Nervenreizungen. Jetzt mal ganz ernsthaft: Kurzgrößen braucht doch keiner und normale Größen sind auch meistens zu kurz. Kleinere Menschen sollten doch einfach von jeder Hose abschneiden, was zu viel ist, das ist viel einfacher als verschiedene Längen herzustellen. Grnartz.
Ebenfalls ernsthaft einige Fakten über die mobile Terroreinheit:
Was für ein Kind du kriegst, das weißt du vorher nicht.
Das sagte eine ehemalige Nachbarin und danach noch eine Zeitlang Briefbekannte immer, wenn ihr cholerischer 8jähriger mal wieder davor bewahrt werden musste, mit puterroter Birne Hamster zu rösten oder seine kleine Schwester aus dem Fenster zu werfen. Die ganze Familie gelassene, freundliche und entspannte Kaltblüter - zwischendrin der kleine Kotz- und Wutknubbel mit seinen spontanen Aussetzern: Ein schauriges Kind.
Was für ein Katzenkind man kriegt, weiß man auch nicht. Kenzo ist drollig, wunderschön und überhaupt nicht schaurig. Doch fordernd und anstrengend ist er sicherlich. Nicht nur, weil man ihn rund um die Uhr aus irgendwelchen Winkeln, Plastiktüten und Computerkabeln ausbauen muss, von Kartons, Klebestreifen und Kühlschränken gar nicht erst zu reden.
Sondern auch,
Unsere kleine Farm hat sich beruhigt.
Miss Peppermint und der Teenager leben harmonisch miteinander bis auf das Übliche, wenn ein Katerkind im Haus ist: Er drängelt sich dazwischen und bekommt von der Miss eins auf den Kopf gepappt, wenn sie genervt ist. Das stört ihn aber nicht weiter. Kenzo liebt Oliver, klettert an ihm hoch, schubst ihn mit der Pfote und wartet auf seinem Stuhl auf ihn. Ich darf kraulen und schmusen und knuddeln und knuffeln, weiß aber trotzdem genau, wer die Bezugsperson vom Junior ist. Macht nichts. Miss Peppermint ist zwar noch viel in ihrem Häuschen, stiefelt aber auch wieder durch die Gegend, kommt schmusen und vor allem frisst sie wieder richtig.
Gestern wurde mir berichtet, dass sie aus dem Trinkwasser-“Dom” trank, weil Kenzo das wohl tut. Ich weiß, dass manche Familien viele Monate brauchen, bis sich neue und alte Katzen zusammenraufen und bin froh, dass es bei uns tatsächlich so abläuft wie gehofft.
Unsere silbergraue Prinzessin, die immer die Kleinste und Jüngste im Haus war, ist nun eine Matrone – einfach durch die Anwesenheit puscheliger Jugend.
Ich verstehe jetzt eine ehemalige Kollegin besser, die sich furchtbar darüber aufregen konnte, wenn 20jährige Frauen auf eine “Party ab 30” gingen oder wie auch immer diese Veranstaltungen heißen, inzwischen vermutlich einfach 80er-Jahre-Partys. Obwohl Miss Peppermint so knackig und flauschig wie vor drei Wochen ist, wirkt sie älter, vernünftig und gesetzt neben der egoistischen und völlig idiotischen Energie von Kenzo und er wird von Besuchern viel mehr beachtet, obwohl er vieles noch lange nicht kann, das sie schon lässig beherrscht. Alle kleinen Katzen sind nun mal unglaublich niedlich (auch wenn es sicherlich eine reife Leistung ist, so ein Kampfpupsen wie Kenzo abzusondern).
So was ist nicht fair.
Kenzo ist ein Stalker
Wo auch immer Miss Peppermint hingeht, er geht mit. Legt sich daneben, rammt ihr die Stirn vor die Brust und fällt dann vorsichtshalber um. Sie haut ihn aber sowieso schon lange nicht mehr.
Irgendwann letzte Woche muss sie begriffen haben, dass Nandi nicht wiederkommt. Sie wurde immer trauriger und sass nur noch in ihrem Häuschen. Dann hörte sie auch noch auf zu fressen und schließlich für zwei Tage sogar zu schnurren - wer diese Katze kennt, die selbst noch freundlich schnurren kann, wenn man sie beim Tierarzt auf dem Tisch streichelt, kann sich in etwa vorstellen, wie schlimm das war.
Wir schleppten sie in die Tierklinik für ein Blutbild und sie musste mehrfach gepiekst werden, bis genug Blut kam, das war auch ziemlich übel. Aber es ist organisch wohl alles in Ordnung und seit gestern frisst sie auch wieder.
Kenzo folgt ihr. Immer.
Einen Kater haben (Trouble in Paradise)
Nandi fehlt mir. Wenn ich die Augen schließe, kann ich ihn an den Stellen sehen, auf denen er besonders gerne herumlag. Immer noch schlechtes Gewissen, weil ich neben den Monitor einen DVD-Player gestellt habe, da die blonden Katerpfoten in Unterlagen und gegen Wassergläser mir irgendwann zu lästig wurden, wenn er seinen Hüftspeck auf dem Scanner herum schob. Ich bin froh, dass er noch eine Zeitlang bei uns war.
Miss Peppermint ist auch still und traurig, aber wohl nicht, weil Nandi weg ist.
Ich habe gestern mitbekommen: Das silbergraue Fräulein ist so stumm und verkriecht sich in ihrem Häuschen, weil der bildhübsche und superniedliche kleine Terrorkater sie feste beißt, bis sie richtig verzweifelt schreit. Sie kennt keine kleinen Katzen und hat nie lernen müssen, sich gegen Pubertätsrandale abzugrenzen … aber dass ich laut »Nein« gesagt habe, als sie ihm anfangs eine zimmern wollte, das hat sie sich leider gemerkt.
Sie ist nämlich ein besonders schlaues und außergewöhnlich liebes Katzenmädchen. Miss Peppermint hat auch wirklich nichts gegen ihn, schnuppert an ihm, frisst neben ihm und würde ihn nie ärgern. Das hält Kenzo aber nicht davon ab, zwischendurch recht wüst zu werden.
Wir lernen jetzt also mit ganz viel Trösten, Knuffeln, Schmusen und Einfühlungsvermögen, dass ein liebes weiches dickes Katzenmädchen auch ruhig kräftig mit der Pfote draufhauen darf, wenn sie gequält wird - und das aber auch unbedingt tun sollte, bevor sie noch mal so fest gebissen wird.
Sieht so aus, als könnte man das lernen. Ich bin froh, denn zu viele Veränderungen sind nicht gut, weder für die Tiere, noch für uns. Wir müssen jetzt miteinander auskommen, und Teenager brauchen nun mal Grenzen.
Das ist also zurzeit die Aussicht überm Bett: