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»Somebody said it takes about six weeks to get back to normal after you've had a baby. Somebody doesn't know that once you're a mother, normal is history.«
»There are times when parenthood seems nothing more than feeding the hand that bites you.« Peter de Vries
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heartbeat
Erwischt
I’ve been to paradise
but I’ve never been to me
haha
Lieblingslieder an unerwarteter und passender Stelle. Love it.
Download von Programm Melody konnte nicht erfolgreich abgeschlossen werden
Irgendwann habe ich aufgehört, es meinem Blog anzuvertrauen, wenn es mir schlecht ging. Das war damals ein bisschen, als ob man aufhört, ein wirksames Medikament zu nehmen. Nicht, dass ich großartige Intimitäten geschrieben hätte, aber wenn ich angespannt und down gewesen bin, tat es einfach gut, die Gedanken dazu aufzuschreiben, zu strukturieren und die entsprechende Stimmung festzuhalten. Es hat mir in Zeiten mit chronischen Schmerzen oft geholfen, die Tage besser durchzustehen. Wer sich schon mal in seinem eigenen Blog Luft gemacht hat, wird wissen, was ich meine.
Aber je größer die Blogosphäre wurde, desto häufiger kam der eine oder andere Proll an und verhöhnte mich dafür - hoch erfreut darüber, mir eins reinwürgen zu können. Ein Problem mit schlechten Tagen ist, dass man empfindlicher ist und die Haut am ganzen Körper sich anfühlt wie offengeschmirgelt, die Abwehrschilde sind unfreiwillig heruntergefahren und statt sich selbst zu pflegen, sich auszusprechen und den Druck zu mildern, überlegt man tatsächlich, ob man zu viel jammert und vergeudet Zeit an Menschen, die man an einem gesunden Tag nicht mal ignorieren würde. Ich war damals eine lange Zeit krank und habe trotzdem viel gearbeitet, was blieb mir auch anderes übrig. Jeden Tag neu zu lernen, dass einige Menschen nur aus Fratzen mit etwas Show drüber bestehen, das hat mir nicht gut getan. Also hörte ich auf, über meine ‘Befindlichkeiten’ zu bloggen. Denn ich wollte nicht immer wieder erklären müssen, dass es sich nicht um Selbstmitleid handelte, sondern um Selbsthilfe. Ich fand auch die Menschen doof, die das nicht von selbst merkten. (Das ist immer noch so.)
Langsam ändert sich die Bereitschaft zur Offenheit wieder, was nicht nur daran liegt, dass sich alles in virtueller Weite und Vielfältigkeit verläuft und man eine viel größere Auswahl hat, wen man alles bei Bedarf ignorieren kann. Wenn man sich anschaut, was in manchen Blogs steht und was nicht und welche
kunstvollen Kreationen sich aus der Kombination von Diskretion und Exhibitionismus erschaffen lassen, dann sollte es ohnehin egal sein, ob noch einer mehr oder weniger jammert und wehklagt hier draußen (denn ‘draußen’ im virtuellen Raum fühlt sich Blog für mich an, was gar nicht schlecht ist, wenn das Drinnen auch nett ist – und auch keine Wertung sein soll).
Aber egal ist es dann ja eben nicht immer, ob man sich mit Gepöbele über angebliches Jammern auseinandersetzen muss, denn in einem schlechten Zustand ist man verletzlich über jede Logik hinaus und so lernte ich ja auch irgendwann für mich und immer nur für mich selbst und nicht als Regel für andere, dass man es besser nicht bloggt, wenn man in einem dunkelgrauen Tag (Wochentag!) versinkt und die eigenen Augäpfel sich anfühlen, als hätte jemand sie in erhitzten Holzspänen gewälzt. Wenn es mir wirklich dreckig geht, würde ich vermutlich nicht bloggen, das war früher anders. Und ich verspüre schon wieder den Reflex, diesen Text um den dringlichen Hinweis zu ergänzen, dass es mir ganz toll geht. Was auch wieder nicht so richtig stimmt, aber jedenfalls geht es mir nicht allzu schlecht.
Für mich war es immer klar, dass sich wöchentlich oder täglich ändern kann, was ich in diesem Blog sehe und dass ich das dann einfach umsetzen würde, auch wenn das einen Wechsel vom Tagebuch zum Newsticker über Notizblogging bis hin zum Mini-Portal und wieder zurück bedeuten würde oder schlimmer. Andere haben damit offensichtlich größere Probleme oder mit ihren eigenen Blogs ganz andere Ziele als ich und ich bin mir momentan nicht so im Klaren darüber, ob ich auf den einen oder anderen Spruch eingehen sollte (nicht in Blogs/Comments, aber über Blogs/Comments).
Vielleicht reicht es ja, einfach mal darauf hinzuweisen: Ich bin kein Blog, ich bin kein Bot, ich bin keine Software zur Erfüllung von Anspruchshaltungen irgendwelcher Leute, ich bin ein Mensch. Kein Anspruch auf Vollständigkeit, dafür ein Verfallsdatum.
Entspannungsfreuden.
Was mich freut am Ende eines harten Tags: Wenn jemand bei mir ein Blog-Layout bestellen möchte und ich den Interessenten weiterreichen kann an eine Kollegin, die viel besser zum Auftrag passt. Gut für beide und auch für mich.
Was mich auch erfreut:
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen
Sie könnten wahr werden und im Vorbeikommen deine ganze Zeit auffressen :-)
Double Slave Ball Inflammation
Ein Stichkanal verheilt nur, wenn er in Ruhe gelassen wird. So lange jemand darauf besteht, ihn anhaltend und/oder immer zu durchdringen, wird es nicht dazu kommen.
Muss es ja auch nicht. Aber dann bitte auch nicht rumheulen, wenn das geschwollene kleine Ego eins auf die Ladeklappe kriegt, bis die gilben Zähne scheppern oder das welke Retroblüschen sich entfärbt.