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lifestyle

Dienstag, 30. März 2004

3 Top Tipps gegen den Erfolg

Die brain-driven Firewall sorgt zuverlässig für sinkende Umsätze und sich ermattet zurückziehende Geschäfts- und Networking-Kontakte, und zwar in drei einfachen Schritten, die jederzeit und auch einzeln umgesetzt werden können:

[1] konsequente Verwendung von HTML-Mails im Kontakt mit IT-Facharbeitern, deren Mailboxes auch von normalen Text-Mails schon überquellen und die gut auf den Umweg des Umkopierens einer HTML-Mail in eine brauchbare verzichten könnten

[2] konsequente Vermeidung von telefonischer Erreichbarkeit, wenn man nämlich grundsätzlich niemals sofort ans Telefon geht und für diese Verhaltensweise dann obendrein noch langwierig formulierte Begründungen psychologischer Natur hat

[3] konsequente Abwehrreaktionen angesichts neuer Anforderungen, garniert mit ausführlichen Begründungen, warum man das alles gar nicht will und wie viel man sowieso schon zu tun hat und überhaupt geht es ja auch so, wie man es bisher tut.

Da hilft es auch nichts, dass man auch HTML-Mails öffnen und lesen kann, dass man mit Ausdauer und Penetranz irgendwann jeweils auch telefonischen Kontakt herstellt und dass nach zäher Überzeugungsarbeit auch die alltäglichen Anforderungen an Programme, Systeme, Projekte irgendwann halbwegs normal in Angriff genommen werden können. Durch die konsequente Unerfreulichkeit der etablierten Abwehrmaßnahmen lässt sich Überarbeitung jedoch zuverlässig vermeiden.

Und die Konkurrenz ist sicher wach erfreut.

# 30. März 2004 um 10:19 AM
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Montag, 22. März 2004

Specifications are for the weak and timid

The top 12 things likely to be overheard if you had Klingon programmers working for you:

Specifications are for the weak and timid!!
This machine is a piece of GAGH! I need dual Pentium processors if I am to do battle with this code.
You cannot really appreciate Dilbert unless you’ve read it in the original Klingon.
Indentation?! I will show you how to indent when I indent your skull!
What is this talk of ‘release’? Klingons do not make software ‘releases’. Our software escapes, leaving a bloody trail of designers and quality assurance people in its wake!
Klingon function calls do not have “parameters” - they have “arguments”- and they ALWAYS WIN THEM.
Debugging? Klingons do not debug. Our software does not coddle the weak.
I have challenged the entire Quality Assurance team to a Bat-Leh contest! They will not concern us again.
A TRUE Klingon warrior does not comment his code.
By filing this bug report you have challenged the honor of my family. Prepare to die!
You question the worthiness of my code? I should kill you where you stand!
Our users will know fear and cower before our software! Ship it! Ship it and let them flee like the dogs they are!

[Beim Aufräumen auf der Festplatte wiedergefunden, kam mal per Mail von Kollegen]

# 22. März 2004 um 06:30 AM
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Freitag, 12. März 2004

Endlich: Brain Computer Interface

»Das Fraunhofer Institut präsentiert auf der kommenden CeBIT in Hannover mit dem „Brain-Computer Interface“ eine direkte Verbindung zwischen dem menschlichen Gehirn und dem Computer. Mit Hilfe des medizinischen Gerätes EEG wolle man die Gehirnströme aufnehmen, von intelligenten „Lernmaschinen“ analysieren und in technische Signale umwandeln. «

Zitat aus dem täglichen PC-Magazin Newsletter, mehr Infos gibt es bei first.fraunhofer.de.

Auf der Homepage des Fraunhofer Instituts dann noch was sehr Spannendes gefunden: Ich glaub, ich steh im Film: Freie Wahl des Blickwinkels in einem Film, für die Zuschauer! Wow. Ich kann leider nicht hier stehen lassen, in welcher Szene in welchem Film ich mich gern völlig frei bewegen würde.

Und noch ein Text zur Usability und E-Commerce: Forschen mit allen Sinnen. Oha. Ich muss jetzt mal fix ein bisschen was lesen, bevor der Feierabend beginnt.

# 12. März 2004 um 06:41 PM
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Donnerstag, 27. Dezember 2001

Eine Sache muss ich dringendst mal beanstanden.

Ganz groß in Mode und es wird immer schlimmer: Ins Diary / Weblog schniefen, wenn es einem schlecht geht. Also nichts Konkretes wie “der Sowieso hat meinen Link kommentarlos entfernt, nur weil ihm mein Comment nicht passte, wääh”. Sondern immer ein sehr unkonkretes Äussern einer schlimmen Verfassung. Aber gleich auf die Vollen gehauen, also das ganze Vor- und Hauptwaschprogramm von Seelenkälte in einer feindlichen und einsamen Welt bis hin zum bodenlosen Abgrund schwärzester Verzweiflung. Immer druff und noch mal druff und existenzielles Wehklagen in allen Facetten von sich schmeissen - und das meistens wegen irgendeinem Alltagsfurz oder einer vorübergehend schlechten Stimmung.

Leute, Leute ... wisst Ihr eigentlich, was Ihr da tut? Lauter körperlich unversehrte, fett zugefressene und wohlversorgte Leute am Rande der Verzweiflung, was ist denn, wenn jemand wirklich Hilfe braucht? Ja, ich weiß. Jemand, der wirklich an einer Grenze steht, hat für diese Art der Selbstdarstellung keinen Atem und das Letzte, woran ein Mensch ohne Ausweg denkt, ist das verdammte Schreiben in eine Privatkolumne.

Genau: Das Thema beschäftigt mich. Auch offline bin ich auf eine Person getroffen, die sich so benimmt. Demonstrative Riesenverzweiflung im direkten Andrang finde ich belastend und unverständlich und da ich das Glück habe, viele Fachmenschen zu kennen, habe ich mich schon mehrfach danach erkundigt, wie so eine Sache von denen eingeschätzt wird. Eine Freundin von mir, eine clevere und - das ist noch wichtiger - lebensnahe Psychologin, hat es mir in wenigen Worten erklärt: Was Besonderes sein, das wollen diese dramatischen Darsteller. Unbedingt. Ein ganz besonderer Mensch. So wie es alle sein wollen, aber eben mit diesen unguten Mitteln. Sie haben irgendwann gelernt, dass sie die gewünschte Aufmerksamkeit erhalten, wenn sie nur laut und lange genug wehklagen. Mit einer angemessenen Steigerung, versteht sich, denn sonst verpufft die Wirkung.

Auf solche Töpfe passt immer auch ein Deckelchen, sprich: Ein Mensch, der sich darauf einlässt, Verständnis signalisiert und zuhört. Im Internet sind das wahrscheinlich eine Menge Leute. Dabei gerät schnell in Vergessenheit, dass so ein Benehmen eigentlich sehr abstossend und egoistisch ist und im offline Alltag dazu führt, dass man zum isolierten Einzelgänger wird. Wer tut sich schon freiwillig ständig so eine Heulboje an? Die verständnisvollen “Deckelchen” sind auch nicht wirklich hilfreich. Denn es kommt noch eines dazu: Es geht nicht darum, die Situation zu ändern oder zu verbessern. Gar nicht. Diese Menschen werden teilweise sogar hochgradig aggressiv, wenn man ihnen mit umsetzbaren Vorschlägen kommt. Denn wenn dieser Knoten sich löst, dann ist man ja kein “ganz besonderer” und aufmerksamkeitsbedürftiger Mensch mehr, sondern ein Normalverbraucher (körperlich unversehrt, fett zugefressen, wohlversorgt ... wir hatten das ja schon).

Meine Freundin, die Expertin, sagt klipp und klar: Diesem einen besagten Mädel (wegen dem ich gefragt hatte) kann ich nicht helfen. Es sei kein Wunder, dass sämtliche Gespräche in seelendurchweichtem Rumgelaber versinken, sondern ganz klar kalkulierte Absicht. Wer in wirklich tiefer seelischer Not sei, habe genug Leidensdruck, um etwas zu ändern. Einen Therapeuten aufzusuchen, andere Wege zu gehen. Wer stehenbleibt und sich laut wehklagend und konstant um Aufmerksamkeit heischend im Kreis dreht, ist genau da, wo er oder sie insgeheim sein will. Punkt.

Dazu sag ich nur noch: Dann aber bitte ohne mich.

# 27. Dezember 2001 um 01:00 AM
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