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ranting

Mittwoch, 26. Januar 2005

Sagt mir bitte jemand Bescheid ...

... wenn die “Go Yellow” Reklame auf blogg.de-Projekten endlich ausgedient hat? Ich steh jedes Mal senkrecht, gegen den Mist ist das Jamba-Küken eine Wohltat.

# 26. Januar 2005 um 11:29 AM
ranting • 3x FeedbackE-MailDrucken





Montag, 10. Januar 2005

Erinnernswert.

Moments to remember: Die halbgeöffnet erstaunten Gesichtsausdrücke der Bekannten von Bekannten der Bekannten, zufällig auf derselben Party, als ich zuvorkommend nur DSL-Einsteigerangebote mit Installationsservice vor Ort herausgesucht und ausgedruckt hatte und nun freundlich in die Hand drückte.

Fassungslos offenbar, dass ich mich nicht freudig überschlug, um diesen wohlhabenden Menschen beim DSL-Anschluss in ihrer Villengegend eine Handvoll Euro zu sparen und mal eben hilfreich, edel und gut zu sein. Weil Mitdenken, Analysieren, Hardware-Listen machen, Auszeit von der Party vorm PC nehmen, Raussuchen und Ausdrucken zählt ja nicht. Es sollte dann bitteschön schon der volle Service sein, wo man doch Leute kennt, die Leute kennen, die Leute kennen, die man kennt und wo man doch gerade da ist.

Ich wollte aber nicht. Obwohl es doch kaum was Schöneres für jemanden mit so viel Freizeit (haha) gibt, als zu wildfremden Leuten zu fahren, die vorher eine mehrseitige Skizze des bisherigen Verlaufs des Laptop-Kabels quer über drei Maisonnette-Etagen gezeichnet haben, weil ihnen sich auch nach geduldigsten Erklärungen das Prinzip hinter WLAN nicht erschloss. Mehrmals gezeichnet haben. Auf jede einzelne Erklärung hin.

»Sie brauchen dann kein Kabel mehr, weil Sie eine Sendestation haben und das Notebook über Funkverbindung online geht.«
(Er zeichnet Holztreppe, Tisch oben, Tisch unten, zeichnet Kabel und sagt:)
»So ist es jetzt und das stört meine Frau, wo ist denn dann nachher das Kabel?!«
»Es gibt kein Kabel mehr. Kennen Sie Funkgeräte?«
(erklärt alles noch mal)
(Zeichnet Holztreppe aus anderer Perspektive und fragt nochmals).
(repeat. repeat. repeat.)
(ich nehme den Stift und streiche das Kabel durch. Aha-Effekt.)
»Aber wie groß ist das denn dann? Ich will keinesfalls einen GROSSEN Kasten da an der Wand!!!!«
(beginnt die nächste Zeichnung, vom Telefontisch. Später werden wir das mit den detaillierten Zeichnungen mehrfach wiederholen, und zwar für die Telefonbuchse und die Anschlussmöglichkeiten vom Notebook. Doch, ernsthaft. Was der Mann beruflich macht? Entscheidungsträger in einem IT-Konzern natürlich.)

Ach ja. Hätte ich fast vergessen. Das Gespräch BEGANN damit, dass er nach DSL-Funkverbindungen fragte (!) und ich sofort ungefragt freudestrahlend als Expertin empfohlen wurde.

Waaaaah!

Es gibt ja nun verschiedene Möglichkeiten. Ich gehe auf keine Party mehr. Wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache, erzähle ich irgendwas von Marketing und beginne damit, allen ein spontan erdachtes Pyramidensystem aufzuschwatzen, damit sie sich schleunigst anderen Themen zuwenden. Erwähnt jemand das Internet, presse ich die Lippen schmal aufeinander und ignoriere einfach alle Fragen. Oder ich gehe auf keine Party und kein Treffen mehr. Das fühlt sich sowieso wie ein guter Plan an, ich hab den Kopf so voll mit anderen Dingen.

(Und ... sie trug einen Nerzmantel. Das ändert sowieso alles, da erstirbt mir jede Freundlichkeit, wenn jemand in diesen aufgeklärten Zeiten Tausende von Euro in Tierleichen auf sich herumschleppt.)

# 10. Januar 2005 um 03:15 PM
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Montag, 15. November 2004

Neue Bedienungsanleitung für Frau Carola Heine

Jedes Gespräch über angeblich nicht vorhandenes Kleingeld, Haushaltsgeld, Urlaubsgeld, Freizeitsgeld oder verhungernde Sparschweine, privat fehlende Renten- oder Zahnarztzuzahlungskassen etc etc endet sofort und ohne jede Verzögerung, wenn es sich beim beteiligten Gesprächspartner um eine/n RaucherIn handelt.

Interessiert mich nicht, will ich nicht wissen.

# 15. November 2004 um 11:33 AM
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Montag, 18. Oktober 2004

I’m not Software, stupid

Was sind das wohl für Menschen, die sich mit einer nichtexistierenden Mail-Adresse bei einem Gemeinschaftsprojekt eintragen, deshalb die eigene Freischaltung per Bestätigungslink nicht vornehmen können und dann mit an Buchstabenverstümmelungen ersichtlicher wachsender Wut den halben Tag damit verbringen, sich alle paar Minuten mit immer noch wirreren (nicht existierenden) Adressen anzumelden? Ist diese Mischung aus anschwellendem Irrsinn und stumpfer Selbstbezogenheit wirklich das typische Ergebnis, wenn ein ganz normaler Mensch sich hinterm Computer unbeobachtet glaubt oder nur ein weiteres Symptom dafür, wie die meisten Leute sind … sind, wenn sie glauben ein Anrecht auf etwas zu haben, das ihnen eben nicht mit großer Selbstverständlichkeit offen steht?

“Es” hat inzwischen begriffen, dass man eine gültige Mail braucht - allerdings trotz meines Hinweises immer noch nicht, dass auch ein gültiger Name erforderlich ist, um durch den zweiten Filter (mich) zu kommen. Meine zuvorkommende Information, dass aufgrund des hysterischen Verhaltens eine Teilnahme nun nicht mehr in Frage kommt, wird einfach ignoriert. Von tiefer Dankbarkeit erfüllt, dass ich mit dieser Person nicht in ein- und demselben Haus lebe, beobachte ich heiter, wie sich die hirnlose Anmeldung wiederholt, wiederholt und wiederholt. Verstehen muss ich das ja nicht. Aber ich weiß: Der völlig besessene User könnte jeder sein. Und es ist nichts weiter als ein Zufall, wenn so jemand sich unaufhörlich an einem Mitgliedsregistrierungsformular betätigt – und nicht im Straßenverkehr, oder als mehrfache/r Erziehungsberechtigte/r. Gruselig, was das Internet aus manchen hervorholt.

# 18. Oktober 2004 um 01:42 PM
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Sonntag, 10. Oktober 2004

Das mit dem PMS ist so eine Sache

Natürlich habe ich keine Ahnung, ob ich nächste Woche unter PMS leiden werde oder nicht. Die vollmundige Vorankündigung bewirkt wahrscheinlich, dass ich nach 5 Minuten mit leichten Unterleibskrämpfen durch bin mit dem Thema, während mitlesende Nachbarn ihre minderjährigen Kinder vorsorglich ins befreundete Ausland bringen und der grünäugige Ehemann spontan seine Neigung zum Forellenfischen in Arktisnähe entdeckt. Würde ich darauf hoffen, verschont zu bleiben, wären vermutlich fünf Tage Messerschleifen der angesagte Lifestyle. Man weiß es einfach nicht vorher, es sei denn, es ist chronisch und so ist das bei mir nicht.

Außerdem kann ich mühelos auch ohne PMS gereizt sein. Dann nämlich, wenn in den Comments gnadenlos jeder einzelne Blog-Eintrag, jeder Anflug von Leichtigkeit oder Verspieltheit zermahlen, zerpflückt, von Spießern getötet oder mit irgendwelchen Rückfragen gespickt wird. Steht hier denn irgendwo Auskunft, Betreuung oder Chat? Vor allem bei mir völlig fremden Menschen verstehe ich das langsam absolut nicht mehr. Mir geht es prächtig. Bis ich gut gelaunt spontan blogge und FPLOTSCH bohrt jemand den nachfragenden Mittelfinger tief in den Text: Ist das echt, ist das ernst gemeint, wie meinst du das, hast du das selbst erlebt, wo kriege ich mehr Infos, gibt es Ratten in deinem Haus?

Sieht so aus, als müsste ich dringend daran arbeiten, dass ihr lockerer werdet, eure zweifellos vorhandene gute Erziehung kräftiger walten lasst und mich inkl. BlogGetexte einfach mal so annehmt, wie ich bin. Aber wie? Irgendwelche Vorschläge?
:-)

# 10. Oktober 2004 um 09:59 PM
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