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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Mittwoch, 30. September 2009

Erst denken, dann … noch mal denken.

In der Kita lernen unsere Kleinen wunderbare Sachen und machen enorme Entwicklungssprünge.

Morgens gibt man ein kleines rosa Mädchen dort ab, das alles Dargebotene mampft und stets höflich “danke” und “bitte” sagt, warum auch immer.

Mittags bekommt man dann ein kleines Monster wieder, das sich plötzlich zusammenhängend äußern kann und dies auch sofort mal tut. In Sachen Mittagessen nämlich: »Mag ich nicht! Weg! Voll ekkkelig! Das auch nicht! Lass es!«

Unser Kind findet jetzt viele Dinge »ekkkelig« mit mindestens 3 K und hat es gerne sauber. Den Popo, den Teller, den Tisch, den Stuhl und sowieso einfach alles.

Den neuen Sauberfimmel wollte ich nutzen, um endlich mal wieder im großen Bett zu schlafen, ohne mich mit einem Kuscheltierlager und dem quer liegenden Nachwuchs arrangieren zu müssen.

Also erklärte ich der Tochter, dass sie besser im kleinen Kinderbett schlafen solle, das sei nämlich schön sauber, also ganz doll geputzt und gewischt und neu bezogen worden und in jeder Ecke einfach “supersauber”. Nur das kleine Bett ist wirklich sauber. Erklärte ich ihr.

Wie blöd von mir.

Jetzt kann ich den ganzen Tag lang zuhören, wie das Mädchen allen, die es hören wollen (und noch einigen mehr) erzählt: »Mamas Papas großes Bett is’ voll ekkkelig, bah, mag ich nicht, dreckig großes Bett haben Mama Papa gemacht, iiieh.«

Seufz.

# 30. September 2009 um 11:26 AM
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Donnerstag, 17. September 2009

Gewissenhaft recherchiert.

Heute Morgen eine halbe Stunde mit dem Kind darüber diskutiert, welche Latzhose angezogen wird: Eine mit Kathy auf dem Latz nämlich, nicht mit Kitty.

Sicher, für Außenstehende mag es wie ein Sieg gewirkt haben, dass die Tochter schließlich mit dem Sanrio-Hasen auf der Brust abmarschierte, aber unter ihrem Arm klemmte wie immer in den letzten Tagen eine Hello Kitty, die Biggi, Tina und Birgit ihr geschenkt haben.

Im Kindergarten trafen wir prompt auf Lena, die eine Ganzkörperkitty oder zumindest ein großes Hello-Shirt mit Glitzerschleife auf der Katze trug. Meinen Blick muss die Lena-Mutter falsch gedeutet haben, denn sie meinte »Rund um Hello Kitty gibt es einfach alles, kaum vorstellbar, was man da alles kaufen kann, wussten Sie das?«

Ich war noch ziemlich müde. Sonst hätte ich besser aufgepasst.

Aber da ich nicht ausreichend über meine Außenwirkung nachdachte (in NoNerds-Land), habe ich geantwortet: »Stimmt. Und Kitty ist ja auch nicht alleine. Wussten Sie, dass Hello Kitty in die dritte Klasse geht und eine Zwillingsschwester namens Mimmy hat? Mimmy hat die Schleife aber auf der anderen Seite, sie trägt eher gelb als rosa, vielleicht hat sie sich deswegen nicht so verbreitet. Der kleine Hase heißt zwar Kathy, es gibt jedoch einen holländischen Nager, der so ähnlich aussieht. Deswegen nennen wir unseren Miffy wie die Zeichnung von Dirk Bruna, obwohl die Nase von der Miffy ja nur ein Kreuz ist, aber egal. Was ich ziemlich schräg finde: Der große Bruder von Hello Kitty heißt Dear Daniel, er hat Hello Kitty eine eigene Katze geschenkt – wie pervers ist das denn?? Jedenfalls heißt das Kätzchen von Hello Kitty Charmmy Kitty und hat eine eigene Merchandising Serie. Shirts und Unterwäsche mit Charmmy Kitty, die Katze von Hello Kitty ist ein eigener Star … aber es wird immer noch schlimmer. Man kann inzwischen Toaster kaufen, die Hello Kitty in jede Scheibe brennen und es gibt sogar Fellmützen für echte Katzen, damit diese wie Hello Kitty aussehen und für Hunde gibt es ganze Anzüge. Hello Kitty ist übrigens nicht immer rosa, es gibt auch eine Goth- und eine Punk-Edition.«

Lenas Mutter sagte daraufhin leicht verstört: »Eigentlich meinte ich Haarklammern.«

Irgendwie habe ich das Gefühl, diese Frau wird nie besonders in Versuchung geraten, mit mir spontan einen Kaffee trinken zu gehen.

# 17. September 2009 um 07:43 AM
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Sonntag, 13. September 2009

Schnappschuss

Um den sonntäglichen Frühstückstisch versammelt: Die geballte weibliche Verwandtschaft mit dem Ziel, das Kind zu erfreuen, zu füttern, zu unterhalten. Sich selbst natürlich auch, denn die Tochter reagiert erfreut auf die ihr bekannten Spiele und Lieder.

Dachten wir.

Bis sie aufstand und erklärte, jetzt ins Wohnzimmer zu gehen. In der Tür blieb sie nämlich stehen und schob uns alle mit der Handfläche zurück an den Tisch:

»OHNE Singen!«

# 13. September 2009 um 09:04 AM
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