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»Somebody said it takes about six weeks to get back to normal after you've had a baby. Somebody doesn't know that once you're a mother, normal is history.«
»There are times when parenthood seems nothing more than feeding the hand that bites you.« Peter de Vries
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Zwölf Dinge, die mich ärgern (können)
1) Wenn das Negative mehr wiegt als das Gute: Man an einer Kritik ewig kaut, die Komplimente kaum glauben mag und das Lob nie so viel Gewicht auf die Seele legt wie Genörgel. Wenn die größte Zahl im Countdown-“Stöckchen” dem Ärgern gewidmet ist und nicht der Leidenschaft, zum Beispiel.
2) Zweckbekanntschaften. Nie, nie, wirklich niemals werde ich was damit anfangen oder auch nur damit umgehen können, wenn jemand andere Menschen nur kennenlernen will, um irgendwie von ihnen zu profitieren. Hey, du kennst dich doch mit Computer und Homepages aus, hm?
3) Zu kurze Tage. Ich bin eine Mama, ich bin eine Firma, ich bin eine Frau, eine Partnerin und Freundin und von allem immer gerade so viel zu wenig, dass es mir manchmal schwerfällt, unser schönes Leben hier einfach zu geniessen und mich zu freuen, dass ich in keine Firma hotten muss.
4) Dass die Leute Recht hatten, die behauptet haben, dass Hüftgold ab 40 noch bombenfester sitzt als sowieso schon. Dass die Leute Recht hatten, die behaupteten, nach einer Schwangerschaft ... und so weiter :-)
5) Wenn ich falsch verstanden werde, obwohl ich weiß, dass ich kristallklar kommuniziere. Weil im Kopf des anderen die Schubladen auf und zu knallen, wo der Wind viel Platz zum Durchfegen hat, um es mal ganz freundlich zu formulieren.
6) Das Modell “läufige Hündin”, die auch mit über 30 noch jedem männlichen Wesen auf den Schoss krabbeln und sich demonstrativ die aufgeklappten Schamlippen kraulen muss, weil solche Tanten trotz Kind, Kegel und -Club nie ertragen können, wenn andere Frauen sich mit einem Mann auch nur nett unterhalten. Gerne mit Pferdegesicht, ich seh da Zusammenhänge?
7) Kommentar-Herpes. Wenn Frau “Video-Verleih” und Herr “Viagra im Abo” scheinheilige Kommentare zu meinem Kind absondern, so selten sie in Blogeinträgen auftaucht, würgt es mich gar nicht sprichwörtlich im Hals.
8) Angeheiratete weibliche Verwandtschaft, älter. Die schon mal eben einen Zug für die Kindstaufe bucht, davon ausgehend, dass wir mit unserem beengten Raum hier schon ab morgens Gäste bespassen, während wir Paten, Taufe und zwei späte Mahlzeiten für xunddrölfzig Leute vorbereiten (kräftig geknurrt, Kreuz und Knoblauch angehoben und das Unheil abgewendet).
9) Leute, die zu jedem Satz “Aha, hm ja” und “Hm hm” oder “Ja, hm” oder ähnliches sagen, wenn man ihnen etwas erzählt und das auf eine so nervig unkonzentrierte Art und Weise, dass man merkt: Das Gegenüber wartet nur, endlich selbst wieder absondern zu können. Suuuuper herablassend. Und so alte-Tanten-mäßig.
10) Minderwertiges Dönerfleisch (von Herrn Muh mal so treffend Dachpappendöner genannt).
11) Ich. Wenn ich immer wieder erkläre, dass ich keine Stöckchen will und es dann doch nicht abschlage. Warum auch immer.
12) Richtig, richtig lange “Stöckchen”.
Personal Countdown
Via Thomas:
Zwölf Dinge, die mich ärgern (können)
Elf Dinge, ohne die ich nicht leben könnte
Zehn Dinge auf die ich mich freue
Neun Dinge, die ich täglich trage
Acht Serien bzw. Filme, die ich immer wieder gerne sehe
Sieben Objekte, die ich täglich anfasse
Sechs Dinge, die ich täglich tue
Fünf Lebensmittel, ohne die ich nicht leben könnte
Vier Menschen, mit denen ich gerne mehr Zeit verbringen würde
Drei meiner momentanen Lieblingslieder
Zwei Menschen, die mein Leben beeinflusst haben
Ein Mensch, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen könnte
Ein Stöckchen. Und dann gleich so ein großes. Vielleicht teile ich es mir einfach auf?
Am Ende siegt die Schwerkraft.
Aber bis dahin? Wer weiß. Das Babymädchen möchte herumkollern. Sie hebt die Beine und schwenkt dann den Hintern nach rechts. Manchmal hilft die Schwerkraft und sie kräht auf der Seite liegend vergnügt herum.
Immer nach rechts kollert sie. Kommt gar nicht auf die Idee, links auch mal zu probieren.
Ganz wie die Mutter. Letzte Woche im Sportkurs konnte ich mal wieder feststellen, dass ich nicht aufstehen kann, oder nur nach rechts – und rechts ging nicht. Vor ein paar Jahren hatte ich einen Unfall, bei dem ich auf dem rechten Knie gelandet bin, die Schmerzen aber für eine einfache Prellung hielt. Am nächsten Tag hätte ich sicherlich ins Krankenhaus gemusst, nur war ich in einem fremden Ort im Hotel und habe es nicht mal bis zur Zimmertür geschafft, also lag ich dort einige Tage herum, bis ich begriff, dass mir tatsächlich niemand von denen helfen würde, die ich darum gebeten hatte – und ich schleppte mich irgendwie zum Auto und mit diesem irgendwie ein paar Hundert Kilometer bis zu Ari, wo ich dann nochmals herumlag, bis Oliver einfliegen und den Wagen und mich quer durch die Republik nach Hause holen konnte.
Seitdem ist das Knie ein bisschen problematisch. Mir war zuerst nicht klar, dass ich nach dem Kaiserschnitt und allen Begleiterscheinungen plus Knieproblem einfach nicht in der Lage sein würde, vom Boden aufzustehen, wenn ich mich dummerweise dort niedergelassen habe. Herausgefunden habe ich das dann natürlich, indem ich mich auf den Boden setzte und dort buchstäblich festsaß, wie auch sonst. Ich kann nur auf dem rechten Bein aufstehen, und das kann das Bein seit dem Unfall nicht mehr. Um vom Boden wieder hochzukommen, muss ich eine Säule umarmen oder mich quer über einen Stuhl legen und dann mit links hochkommen oder einen Haltegriff frontal haben, an dem ich mich langsam hochziehen kann.
Das hört sich nicht sehr elegant an?
Stimmt. Das ist es auch nicht. Im Sportkurs habe ich dann den letzten Fensterplatz verpasst und wusste: Das gibt beim Aufstehen ein Problem. Trotzdem setzte ich mich auf den Boden. Mit dem Ergebnis, dass ich durchs ganze Zimmer auf allen Vieren zum Fensterbrett krabbeln und mich hochziehen musste, als der Kurs vorbei war.
Eine Frau hielt so lange das Baby für mich und während ich so nach einer Möglichkeit suchte, mich am Fensterrahmen zu halten, merkte ich, dass sie mit einem ganz sanften Tonfall auf mich einsprach (ich erkenne ausgebildete Pädagogen, aber erkennen sie mich auch?). So beruhigend, im Sinne von »Du, lass dir Zeit … ich halte das Kind, du schaffst das …du hast alle Zeit der Welt ...«
Dass ich anfing, nach Luft zu schnappen, hat sie ein bisschen beunruhigt, glaube ich. Aber ich musste einfach so lachen und war doch in einer unglaublich schlechten Position dafür, so halb überm Fensterbrett hängend auf der Suche nach einem Halt, um mich wieder in eine stehende Position zu bringen.
Diese liebe Frau hatte großes Mitleid mit mir und dachte, ich brauche Trost und Zuspruch. Während ich aber von Kopf bis Fuß von dem genialen Gefühl durchdrungen war, dass ich mich weder durch Schmerzen noch durch Trainingsunlust der letzten Monate noch durch mein Knie noch durch widrige Umstände und schon gar nicht durch mein aktuelles Kampfgewicht davon hatte abhalten lassen, an dem verdammten Kurs teilzunehmen und mich absolut als Siegerin über alle finsteren Mächte des Universums fühlte, weil es mir nämlich im Grunde scheißegal war, ob ich über den Fußboden kollern musste, um wieder aufzustehen. Hauptsache, ich hatte mich durch die schwierigen Umstände nicht davon abhalten lassen, überhaupt teilzunehmen.
So unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein.
(Ich habe dann noch kurz versucht ihr zu erklären, dass sie mich nicht trösten musste. Ob das Sinn hatte, wer weiß.)
Spaß haben
Wir gehen ins Pfarrbüro, um über den Tauftermin zu sprechen.
Der Mann war gerade dabei, dem Kind zur schwarzen Strumpfhose einen schwarzen Body und eine schwarze Hose überzuziehen, mit schwarzer Mütze. Als ich ihn bat, das Baby zu solchen christlichen Terminen bitte nicht ausgerechnet so finster zu stylen, schlug er einen weißen Kragen vor.
Wir haben uns jetzt auf was Buntes mit freundlichen kleinen Viechern auf der Brust geeinigt.
Update Mommy Life
Der Rückbildungsfitness-Kurs 2, vor dessen Intensität man mich bei der Anmeldung gewarnt hatte, entspricht in der Intensität einem Bruchteil dessen, was ich aus Fitnesskursen der Vergangenheit als “gemütliches Aufwärmen” kennengelernt habe. OK, ich schnaufe bei den Übungen, die ins Schnaufen bringen, so wie alle. Aber ehrlich, die Warnung war ein bisschen übertrieben.
Diese Kursleiterin forderte uns nicht auf, mit den Schamlippen zu klatschen, um den Beckenbodenmuskel zu finden - den, der in verklemmteren Kreisen als Mamikursen oft beschrieben wird “den man spürt, wenn man den Urinstrahl anzuhalten versucht” und den doll originelle Mädchen sich gegenseitig beschreiben, weil sie denken, dass sie gut im Bett werden, wenn sie ihn im Aufzug anspannen oder was immer aktuelle Frauenzeitschriften derzeit empfehlen. Ich denke, ihr werdet ihn finden, wenn ihr ihn habt.
Keine klatschenden Schamlippen und kein angehaltener Urinstrahl also diesmal.
Stattdessen bat sie uns darum, sich vorzustellen, wie man “mit da unten” zehn ganz lange Spaghetti in sich hinein hochzieht.
Leider muss ich ehrlich alles zensieren, das mir dazu einfällt. Bis auf »Size does matter« und dass man sich genau überlegen muss, ob man diese drei Worte auf ein T-Shirt druckt. Je nach Location und Platzierung sogar noch genauer.