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»Somebody said it takes about six weeks to get back to normal after you've had a baby. Somebody doesn't know that once you're a mother, normal is history.«

»There are times when parenthood seems nothing more than feeding the hand that bites you.« Peter de Vries

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Samstag, 27. Januar 2007

Reborn every day

Snaphappy fragt: »Angenommen wir würden tatsächlich alle wiedergeboren, müsste dann die Bevölkerungszahl nicht mehr oder weniger gleich bleiben?«

Interessanter Aspekt. Was mir spontan dazu eingefallen ist: Eine allgemeine Seelenverwässerung würde die um sich greifende erbarmungslose Flachheit und Oberflächlichkeit erklären, die Konsumidioten und Egomanen.

Karma im Sinne von »Wer mir geschadet hat, wird schon vom Leben eins aufs Maul kriegen, also brauche ich mich darum nicht selbst zu kümmern« betrachte ich losgelöst von Wiedergeburt. Scheint gut zu klappen, dieses Karmading.

# 27. Januar 2007 um 11:29 AM
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Donnerstag, 25. Januar 2007

Von oben herab

Im dritten Stock entwickelt man eine gewisse Ruhe gegenüber Sturmklinglern an der Tür. Die ersten Wochen bin ich noch geflitzt, sobald es klingelte. Bis ich begriff, dass es sich in Windeseile unter allen Prospektausteilern, Brief- und Paketboten herumgesprochen hatte, dass jetzt jemand zuhause arbeitet in diesem Haus und man sich stets öffnen lassen kann. Es klingelt also, ich öffne die Tür und horche in den Flur. Ganz unten bollert die Tür auf, ich rufe “Hallo?” und bekomme ein undefinierbares Schreigrunzen zur Antwort. Klingt es so, als hätte jemand von Werbebroschüren geblökt und die Eingangstür geht sofort darauf ein zweites Mal, lasse ich es auf sich beruhen.

Antwortet jedoch niemand, bin ich sehr schnell unten und schaue nach. Klingelt es einmal und ganz normal, gehe ich dem Paketboten mindestens ein Stockwerk entgegen, das mag ich, tut auch dem Bein gut. Dann gibt es aber noch die nervösen Sturmklingler, die vor unserer Tür unten auflaufen, kurz klingeln und nach satten 1-2 Sekunden ungeduldig werden, weil sie ja schon sooooo lange warten mussten und dann Kalingelkalöngelkaklöng mit hysterischem Rumgebimmele beginnen.

Das Geklönge verlangsamt mich ganz ungemein und verhindert irgendwie auch, dass ich “Hallo” rufe. Sobald das Deppengebömmel erklingt, die Glocke also zigfach ungeduldig angeschlagen wird, wo einmal gereicht hätte, schalte ich auf gemütlichste Zeitlupe um und lausche entspannt dem Genörgel und Geschimpfe des schlecht Erzogenen (es ist immer ein Mann), der bis ganz nach oben poltert. Ich öffne die Tür erst, wenn der Ork sich schon dagegenlehnt.

Dann lächele ich völlig teilnahmslos auf alles, was er außer Beschwerden über den dritten Stock noch so absondert und schaue auf das Eingabe-Pad mit Griffel, als hätte ich noch nie ein Paket erhalten ... es hilft schliesslich niemandem, wenn ich mich auch noch aufrege über Dinge, die weder ein Paketork noch ich ändern können. Meist gucken sie dann eher verwirrt.

# 25. Januar 2007 um 10:19 AM
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Mittwoch, 24. Januar 2007

Die einen suchen nach dem Kick, ich suche nach dem Überblick.

Es wird vielleicht die eine oder den anderen freuen, dass ich den Hausgeist Schmidtchen zum Gespräch bitten werde in den nächsten Tagen - er hätte mir ruhig sagen können, dass das neue alte Haus absäuft und dabei gurgelnd und zerbröselnd nach den Sparbüchern seiner Bewohner jagt. Ich hab das Haus trotzdem lieb, außerdem hab ich das ja gleich gesagt und gewusst: Das Dach ist halbwegs neu, die Fenster wurden ‘neulich’ erst gemacht, die Fassade ist bepinselt, also wird der Keller Probleme machen. Auf mich hört ja keiner, aber es hilft mir zugegebenermassen auch nichts, dass ich mal wieder Recht habe. Man hat eben gar nicht immer gerne Recht, ganz wie im echten Leben.

Remington hat mir da mal so ein Bild geschickt .. besser kann es keiner zusammenfassen:

Wer sein Geld verlieren will ...

Lotterie spiele ich natürlich auch. Nur ein Los der Aktion Mensch, aber die Glücksgötter waren so turbulent mit mir in den letzten Jahren, ich sollte wenigstens so tun, als ob ich an diese Chance glaube.

# 24. Januar 2007 um 10:48 AM
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Dienstag, 23. Januar 2007

Thanks for the flowers.

Es hat ein paar Jahre gedauert, das gebe ich zu, aber nunmehr habe ich oder hat sich offensichtlich die geeignete Reaktion entwickelt, wenn mal wieder irgendjemand um die Ecke gerannt kommt, sich wimmernd gegen die Wände wirft und irre vor sich hinmurmelt »Ihr Altblogger! A-Blogger! Urgesteine! Ihr seid doch bloss alle neidisch auf unseren (hier wahlweise einsetzen) Bestseller, Erfolg, Listenplatz, Business-Plan, Profi-Autor! Auch wenn ihr es nicht ertragen könnt, ihr blöden Ewiggestrigen, hier, hergesehen, endlich kommt nun endlich eine Bloggergeneration, die es wirklich draufhat!« (hier wirres Gefasel, Nachrede, Beleidigungen und Behauptungen einsetzen, die im Laufe der Zeit dann allmählich versanden, wenn der Bestseller floppt, der Erfolg billig ist und der Listenplatz sich als was auch immer herausstellt etc. blabla und obendrein die ollen Urgesteine ärgerlicherweise gar nicht neidisch sind).

Ich kann diese Reaktion natürlich nicht verraten, da ich nicht daran zweifele, dass es immer mal wieder Gelegenheiten geben wird, sie anzuwenden. Aber hey, der Erfolg ist durchschlagend und danach bekommt man schon mal Blumen. Auf dem Weg erfuhr ich dann auch, dass der Blumenhändler bald 80 Jahre alt wird und sich nicht darüber freut, bis in den dritten Stock zu fleuropen. Er hat jetzt meine Telefonnummer. Vorsichtshalber.

# 23. Januar 2007 um 03:23 PM
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Sonntag, 21. Januar 2007

Eine schöne Woche allerseits

Seit 23 Minuten ist das Wochenende nun schon wieder um, ich hätte noch ein paar Tage mehr gemocht. Nicht nur, weil es sich sonntags nach dem Ausschlafen viel entspannter (weil ungestört) arbeiten lässt, wenn viel anliegt. Sondern weil der Samstag so schön war, voller Gäste und Brunch und Lachen. Auch Das Ei war da, wir sprachen sogar ein bisschen über alte Zeiten. Aber nicht so viel. Mehr über die kommenden.

Sehr beruhigend finde ich es doch immer wieder, noch andere Leute in meinem Alter oder älter zu treffen, die immer noch nicht wissen, was sie mal werden wollen, obwohl alles gut läuft, das sie schon sind. Ich hätte das vorher nie geglaubt, wie man ab einem gewissen Alter erst durchstartet, wenn man nur will - wie dämlich sind denn bitte alle Firmen, die grundsätzlich nur bis 35 einstellen wollen?

Unser Ein- und Durchschlafproblem haben wir gelöst. Die Küchentür wird nun eben einmal im Monat neu nachgeschliffen und der Lack ein wenig nachgebessert. Das hilft insofern beim Durchschlafen, als die Katzen nun ruhig dran schaben können von innen, wir machen einfach die Schlafzimmertür auch noch zu und hören das nicht mehr. Hurra. Kenzo findet uns sehr blöd, aber wir schlafen endlich wieder durch.

So kann die nächste Woche kommen.

# 21. Januar 2007 um 11:22 PM
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