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Es läuft ja meistens so: Ich treffe Leute, die dann auch immer schon mal ein Buch schreiben wollten. Und denken, ich stünde mit den Verlagsleitern ganz Deutschlands auf Du und Du.
Im speziellen Fall: Mein Süßer, Jurist, hat einen Freund, auch Jurist. Den habe ich letztens kennengelernt. Und nach einer Weile, es war bisher um Verkehrsunfälle, Gerichtsstände und andere aufregende Dinge gegangen, da fragt er:
“Du bist doch im Verlagsbereich tätig, oder?”
“Ja, das kann man so sagen”, antworte ich.
“Dann hast du ja bestimmt einen guten Draht zu den Verantwortlichen, oder?”
Mir schwant schon etwas.
“Ich habe da einen Roman, noch nicht geschrieben, aber das ist nur eine Formsache ((‘ha, ha, ha’, Anm. d. Verf.)). Was ich brauche, ist Zeit und Ruhe. Das heißt: Geld.”
“Soso.”
“Ja, und da dachte ich, du könntest mal den Verlagen von mir erzählen, von einem aufsehenerregenden Romanprojekt-”
“Aha, worum soll es denn da gehen?”, unterbreche ich ihn.
“Das weiß ich noch nicht, aber wenn ich mal wirklich Zeit und Geld hätte, dann würde mir garantiert eine unglaublich tolle Idee kommen. Also, von diesem Verlag, am besten Fischer, denn die haben ja Thomas Mann verlegt, da bräuchte ich natürlich einen Vorschuss, um ungestört arbeiten zu können. Aber dann würde ich denen auch einen Bestseller liefern ...”
“Oh ja, darauf hat Fischer nur gewartet. Ein unbekannter Anwalt, ohne Idee und Geld. Ich ruf da gleich morgen mal an. Darf es zur Not auch Hoffmann und Campe sein?”
“Ach nee, dann lieber Suhrkamp.”
Da überlegt man sich doch, einen eigenen Verlag zu gründen, denn ein so vielversprechendes Romanprojekt darf eine gewitzte Geschäftsfrau nicht der Konkurrenz überlassen!!
Na, möchte sich jemand an der Finanzierung dieses Jahrhundertbestsellers beteiligen?
Na also. Willkommen in der Welt der Blogger :-))
melody am 06/08 um 10:41 PM
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