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Deborah Crombie: Von fremder Hand
Glastonbury im südenglischen Somerset ist ein Wallfahrtsort für New-Age-Apostel, denn nirgends anders als hier soll das sagenhafte Avalon gewesen sein. Jack Montfort, ein Architekt aus Glastonbury, glaubt jedoch nicht an Übersinnliches. Umso überraschter ist er, als er eines Tages ohne sein bewusstes Zutun kryptische Botschaften in lateinischer Sprache niederzuschreiben beginnt.
Jack vertraut sich Winnie an, mit der er nach dem plötzlichen Tod seiner Frau und seines neugeborenen Kindes eine Beziehung begonnen hat. Um die beiden bildet sich allmählich ein Kreis von Interessierten, die den Inhalt der Botschaften zu entschlüsseln versuchen: Da ist der junge Nick, der in einem Esoterik-Buchladen arbeitet; die siebzehnjährige Faith, die schwanger von zu Hause weggelaufen ist und von der exzentrischen Keramikkünstlerin und ehemaligen Hebamme Garnet Todd aufgenommen wird; die Malerin Fiona Allen, die ebenso automatisch malt wie Jack schreibt; und der Gralsforscher und ehemalige Priester Simon Fitzstephen. Die Gruppe findet bald heraus, dass Jacks Botschaften von einem Mönch aus dem 11. Jahrhundert namens Edmund stammen, der möchte, dass irgendetwas Verlorenes zurückgewonnen wird. Was das sein könnte, weiss zunächst niemand.
Eines Abends wird Winnie von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Als sie das Bewusstsein wiedererlangt, kann sie sich an nichts erinnern. Aber alles deutet daraufhin, dass es sich nicht um einen Unfall, sondern um einen Mordversuch handelt. Jack beschliesst, seinen Cousin Duncan Kincaid um Hilfe zu bitten. Dessen Beziehung mit Gemma steckt in einer schwierigen Phase: Duncan steht vor der Frage, ob er seinen Sohn aus einer früheren Beziehung zu sich nehmen soll. Und Gemma erfährt, dass sie von Duncan schwanger ist. Kurz nachdem die beiden in Glastonbury eintreffen, geschieht ein Mord: Garnet Todd wird tot aufgefunden. Als Faith Garnets Haus durchsucht, findet sie heraus, dass Fionas Mann Bram in den 70er Jahren mit Garnet ein Verhältnis hatte. Offenbar verbirgt Bram ein dunkles Geheimnis, von dem Garnet wusste. Aber auch dem Rätsel um die Botschaften des Mönches Edmund kommt die Gruppe um Jack langsam näher ...
Broschiert - 408380 Seiten - Goldmann, Mchn.
Erscheinungsdatum: 2002
ISBN: 3442442001
Arianas Meinung zum Buch Gekauft habe ich dieses Buch, weil ich schon seit Jahren die Reihe um Inspector Kinkaid und Gemma James mitverfolge und natürlich wissen wollte, wie es weitergeht mit den beiden. Da schrecken auch keine miesen amazon-Kritiken ab. Wenngleich ich den Kritikern zustimmen muss: Es passt einfach nicht zu einem bodenständigen Krimi-Genre, dass Übernatürliches als vollkommen selbstverständlich hingenommen wird. Niemanden scheint es großartig zu beeindrucken, dass da plötzlich jemand “automatisch” schreibt. Doch wenn man sich ebenfalls darauf einlässt, dass dies “völlig normal” ist, dann bleibt doch sehr viel Lesevergnügen und vor allem eine sehr spannende Handlung mit überraschendem Finale übrig. Zusätzlich macht dieses Buch äußerst neugierig auf die Stadt Glastonbury [28.08.2002]