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Der neueste Thriller des Autorenteams Preston/Child spielt einmal mehr in unzugänglichem Gelände, wo trotz aller Technologie die Naturgewalten der limitierende Faktor bleiben. Diesmal geht es um die Bergung eines Meteoriten am Kap Hoorn. Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt versucht ein Team von Wissenschaftlern und Technikern den schwersten Gegenstand auszubuddeln und per Schiff, einem umgebauten Tanker, dem “Ice Ship”, heil in die USA zu transportieren. Und das hinter dem Rücken der chilenischen Behörden.
Dafür, dass alle Eventualitäten bereits bei der Planung berücksichtigt werden, dafür sorgt die EES - die Effective Engineering Solutions Inc. Die EES ist spezialisiert auf die Lösung kniffeliger Probleme - von der Hebung mit Gold beladener versenkter deutscher U-Boote bis hin zur Fehleranalyse nach der Explosion eines Space-Shuttles. Die geeigneten Experten für einen solchen Job also. Aber natürlich bürgt das Autorenteam dafür, dass trotzdem jede Menge unliebsamer Überraschungen passieren und die Mission immer wieder durch den Egoismus Einzelner zu scheitern droht.
Wie alle Thriller von Preston/Child ist auch “Ice Ship” nichts für schwache Nerven. Die Story entwickelt sich unaufhaltsam auf ihren Höhepunkt in und verwebt immer wieder geschickt verschiedene Handlungsstränge und Beweggründe. Auch wenn ein paar Wendungen nicht ganz so zwingend erscheinen wie z.B. in Thunder Head bleibt die Geschichte doch bis zur letzten Seite spannend.
Leider haben sich in die deutsche Ausgabe einige Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen, die das Lektorat übersehen hat und die den Lesespaß ein wenig trüben. Trotzdem sehr spannend und lesenswert. (Eine eDings-Rezension :-)
Douglas Preston, Lincoln Child: Ice Ship
Gebundene Ausgabe - 528 Seiten - Droemer
Erscheinungsdatum: 2002
ISBN: 3426195690
09/17/2002 Markus Stolpmann