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Corinne Hofmann: Die weiße Massai

Die weiße Massai
Corinne Hofmann: Die weiße Massai
Taschenbuch - 462 Seiten - Droemer Knaur, Mchn.
Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3426614960

Kurz und mittelprächtig: Ich war enttäuscht. Da klebt dieses Buch unter den ersten 100 Plätzen bei Amazon und hört sich mindestens so abenteuerlich an, als wäre nach guter alter Tarzan-Tradition eine weiße Frau bei den Massai aufgewachsen und hätte dann die Gelegenheit gehabt, einen intelligenten Vergleich beider Kulturen zu ziehen. Die Autorin ... ... gehört aber offensichtlich nur zu jenen Weibsbildern, die immer und ohne Nachzudenken jeder noch so existenzgefährdenden Laune nachgeben müssen - und das grundsätzlich ohne die Wirkung auf andere Betroffene auch nur zu überdenken.

Die Story:

Schweizer Blondinchen fährt mit Freund in Afrika-Urlaub, sieht Massai-Krieger und verliebt sich “unsterblich”. Großer schwarzer Mann entdeckt spontan, dass die reiche Touristin sicher auch die Liebe seines Lebens ist - allerdings erst, als Corinne wiederkommt, nachdem sie zuhause erst mal alles zu Geld gemacht hat, das sie besitzt, um fortan bei ihrem Massai zu hausen. Dort ist alles voller Fliegen, ziemlich dreckig und sie ist ständig krank. Wow, was für eine Überraschung. Sie hockt also mit ihm in der Buschhütte, verbraucht nach und nach alle finanziellen Reserven und quält ihre Leser mit unendlich detaillierten Schilderungen, wann welcher Reifen am Landrover platzte, welcher Massai-Krieger zu Besuch war und wo und wann welcher Nachbar Zucker kaufte. Nie gibt es genug zu essen, immer ist Corinne krank und der Massai irre eifersüchtig. Wen wundert es da, dass sie irgendwann das gemeinsame Kind nimmt und nach Hause “flieht”.

Fazit: Ein Afrika-Fan wird immerhin einige Informationen aus dem Buch ziehen. Heillos romantische Gemüter mögen bitte bedenken, dass diese Familiengründung langfristig auch für den Mann und das Kind ganz sicher nicht besonders lustig gewesen ist. Wer zu blöd ist, sich gegen Malaria impfen zu lassen, ist eventuell mit einem Königspudel in der Heimat auch besser bedient als mit einem ausgewachsenen Mann in einem fernen und offensichtlich “unbegreiflichen” Land.

Mich hat sie gereizt gemacht, diese “blonde” eogistische und aufs Neckischste impulsgesteuerte Frau - oder war es der naive Schreibstil? Mein Tipp wäre, dann doch lieber Wüstenblume von Waris Dirie zu lesen. Das ist zwar auch ein Modebuch, das ähnliche Knöpfe drücken will, aber trotzdem.

Carola Heine

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