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« Neil Gaiman: Stardust | » Was tun mit ungeliebten Büchern

Cecilia Ahern: P.S. Ich liebe Dich

Gelesen von Damaris Wieser:

» Cecilia Ahern: P.S. Ich liebe Dich. Holly und Gerry hatten einen einfachen Plan: Sie wollten für den Rest ihres Lebens zusammenbleiben.

Doch nichts kam so, wie es hätte sein sollen. Holly findet sich mit 29 Jahren allein in ihrem Haus wieder, welches einmal voller Leben und Liebe gefüllt gewesen war: Als Witwe.

Verzweifelt klammert sie sich an seine kaum noch vorhandene Gegenwart, trägt seinen Pullover, schläft auf seinem Kissen, versprüht sein Aftershave in ihrem Haus. Holly vergräbt sich in ihrer Trauer, droht an dem Schmerz des Verlustes ihres Mannes zu ersticken und leidet unter Depressionen.

Bis zu dem Tag, an dem sie den Umschlag mit 10 Briefen von Gerry erhält.

Ich war skeptisch, als ich anfing, dieses Buch zu lesen. Eben eine leichte Lektüre für die Straßenbahn. Doch bereits nach einigen wenigen Seiten bemerkte ich, dass dieses Buch alles andere als Straßenbahntauglich war. Unbeholfen zwinkerte ich dort mit meinen Augen zwischen den vielen Menschen und schaffte es kaum, meine Tränen zu verbergen.

Wer die Liebe kennt, wird mit solch unvorhersehbarer Macht durch die Worte dieser sehr jungen irischen Schriftstellerin getroffen, dass es einen taumeln lässt.

Holly möchte nicht mehr leben, nicht mehr arbeiten, nicht mehr sein und droht trotz des Haltes ihrer Freunde in der Tiefe ihrer Traurigkeit zu versinken.

Aber sie kauft sich endlich eine Nachttischlampe, geht in eine Karaokebar und sucht sich einen neuen Job -  alles Aufgaben, die Gerry ihr in den Briefen stellt. Gerrys Briefe und seine Liebe bringen sie langsam wieder dorthin zurück, wo auch sie wieder lachen darf.

Das Buch von Cecilia Ahern ist ein bisschen wie Sex and the City und ein bisschen wie die Worte des Dalai Lama. Es lässt den Leser lachen, schmunzeln, nachdenklich und traurig sein. Die Geschichte fließt dahin, der Leser wird zum Betrachter der Erlebnisse und fühlt sich manchmal fast in diesem Umfeld integriert.

Und dann wird Holly wieder zum eigenen Ich. Immer wieder stellt sich die Frage, was man selbst tun würde, wenn der geliebte Partner sterben würde. Die Gedanken und Gefühle von Holly lassen beim lesen eine so innige Intensität entstehen, dass man in den kurzen Momenten zwischen den einzelnen Seiten das Taschentuch ergreift, um seiner eigenen Trauer um den Verlust dieser Liebe freien Raum zu geben.

Cecilia Ahem zeichnet den Umgang mit dem Tod, die Wut, die Trauer und die Verlorenheit mit so präzisen Worten, dass man sich als Leser fragt, wie eine so junge Frau so viel vom Leben wissen kann.

Es ist ihr gelungen, das Thema Abschied in all seine Facetten so liebevoll
aufzutrennen, als würde man die Wolle eines alten Pullovers aufwickeln um
daraus irgendwann einen neuen stricken zu können.

Cecilia Ahem war bei der Veröffentlichung des Buches »PS: Ich liebe dich.« 23 Jahre alt.

Und ich war beim Lesen dieses Buches so unendlich dankbar für zwei scheinbar vollkommen normale Geschenke - dem Leben und der Liebe.«
Rezension von Damaris Wieser

Cecilia Ahern: P.S. Ich liebe Dich.
Krüger, Frankfurt
ISBN 3810501409
Februar 2004

Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.

Kommentare:

 

psst da fehlt das .de hinter Mondkuss….oder
http://lyreley.de/weblog/member_info.php?id=27

mikel *grinst*

winkt damaris zu und studiert die Rezension

mikel am 03/21 um 10:01 PM
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;-)
danke, hab’s korrigiert

Melody am 03/21 um 10:04 PM
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Das Buch ist ein echt schönes Stück Literatur, wenn du möchtest, kannst du auf meinem Blog auch ein paar Stimmen dazu lesen.

LG

Babsi am 04/24 um 08:33 PM
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das buch ist echt toll, ich muss in 2 tagen eine buchvorstellung drüber machen.

lala am 06/21 um 10:33 AM
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