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Andreas Steinhöfel: Die Mitte der Welt
Hochschwanger macht sich die 17-jährige Glass auf die beschwerliche Reise zu ihrer Schwester irgendwo in Europa. Kurz bevor sie das einsam gelegene Haus erreicht, drängen sich ihre Zwillinge in die dunkle winterlich-kalte Welt.
Ihre Schwester ist tot und so erbt Glass das riesige verfallene Haus. Es wird ihre neue Heimat, aber sie bleibt eine Außenseiterin und wegen ihrer vielen Männerbekanntschaften und ihrer eigenwilligen Kinder bekommt sie die Missbilligung des kleinen Ortes zu spüren. Die Lage eskaliert, als bekannt wird, dass ihr Sohn Phil schwul ist ...
Fischer Taschenbuch Bd. 14496, 459 Seiten
Frankfurt a. M., 2000
ISBN 3596144965
Der Roman hat zwar keine spannende Handlung vorzuweisen, besticht aber durch seine bildhafte Sprache, durch den Humor, der hier und dort hervorblitzt und durch Gedanken, die zum Nachdenken anregen.
Der Leser kann daran teilnehmen, wie Phil erwachsen wird: wie seine erste Liebe zu einem Jungen zerbricht und wie er schließlich aufbricht, um seinen unbekannten Vater im fernen Amerika zu suchen. Wer weiß, vielleicht wird es eine Fortsetzung geben.