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Kategorie: Körper & Selbstbild

Robin Baker: Krieg der Spermien

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Robin Baker: Krieg der Spermien

Aus der Einleitung: »Warum befällt uns in einer durchaus glücklichen Beziehung manchmal ein fast unwiderstehlicher Drang zur Untreue? Warum geben Männer bei jedem Geschlechtsverkehr so viele Spermien ab, daß damit die Bevölkerung der Vereinigten Staaten mehr als zweimal befruchtet werden könnte? Und warum rinnt danach die Hälfte davon am Bein der Frau hinunter?«

»Am Anfang war der Seitensprung« sagt Robin Baker und enthüllt die vielen geheimen Mittel und listigen Strategien, die unsere Körper im Laufe der Evolution herausgebildet haben, um sich - häufig gegen unseren bewußten Willen - erfolgreich fortzupflanzen. Er stellt auf unterhaltsame Weise die biologischen Grundlagen unseres Liebeslebens dar und zeigt, was beim Sex wirklich los ist. Ein schonungsloser Blick auf unser Sexualverhalten, der aufklärt, provoziert und amüsiert ... eine faszinierende und spannende Bettlektüre. (Cosmopolitan, laut Klappentext)

Die 478 Seiten von diesem Taschenbuch habe ich in einem Rutsch durchgelesen, unterhaltsam war es nämlich wirklich. Obwohl einige der biologischen Abläufe im Körper ein bisschen für Blödis erklärt sind und mir in weiten Strecken ein Bezug auf die emotionale Verfassung der “Protagonisten” gefehlt hat (typisch Frau vermutlich), fand ich es doch ganz spannend. Jeder Abschnitt beginnt mit der Schilderung einer sexuellen Szene und setzt sich dann mit der Erläuterung dessen fort, warum man wann wie reagiert und was im Körper wirklich passiert.

Einige Dinge wusste ich schon, andere hatte ich auch ohne die Erläuterungen dazu instinktiv als gegeben angenommen (und war dann erstaunt, als es mir beim Lesen auffiel - aha, ja genau, dicke Eier assoziierte ich auch schon immer so, stimmt also). Ob man nun alles blind glauben sollte, was hier vermittelt wird, weiß ich nicht. Aber die Begründungen klangen ganz schlüssig: Warum eine Frau so oft eher bei einem vereinzelten Seitensprung schwanger wird als durch ihren sie viel häufiger besamenden Partner, wieso Masturbation ein Tabuthema ist, warum ein großer Penis einen Vorteil verschafft (nicht was Ihr jetzt denkt), wieso man gar nicht immer einen Orgasmus haben will und natürlich auch, was Killerspermien sind und wieso das Buch »Krieg der Spermien« heißt. Das richtige Geschenk für Mutti oder Schwiegermutter ist das Buch sicherlich nicht, aber ganz interessant für Leute, die gerne über und von Sex lesen und es provokant mögen. Der Untertitel fasst es ganz gut zusammen: »Weshalb wir lieben und leiden, uns verbinden, trennen und betrügen.«

  melody | 21.03.2004 | Körper & Selbstbild | (0) TBs | Feedback (0)

Sharlene Hesse-Biber: Am I Thin Enough Yet?

Sharlene Hesse-Biber: Am I Thin Enough Yet?
Sharlene Hesse-Biber: Am I Thin Enough Yet? The Cult of Thinness and the Commercialization of Identity
Englische Originalausgabe von Sharlene Hesse-Biber
Oxford University Press
ISBN: 0195117913

Eines der wenigen Bücher, die verkrüppelnde Magersucht und den mit der Selbstzerstörung einhergehenden Kontrollverlust nicht unterschwellig verherrlichen, während Übergewicht und die angebliche “Disziplinlosigkeit” im Gegenzug heftig stigmatisiert werden. Warum zwei Menschen mit gleichermassen schlimmen Essproblemen und Kontrollverlust über das Körpergewicht so unterschiedlich behandelt werden, wenn Patient A ein wanderndes Gerippe ist, welches sich am Kindchenschema entlang abmüht - während Patient B sich in eine Fettschicht hüllt und sich verzweifelt gegen die Umwelt abgrenzt ... das konnte mir bisher noch niemand erklären. Auf eine perverse Art wird aber jemand nahezu “bewundert”, der sich selbst in ein Skelett verwandelt, obwohl die Eigenzerstörung in Wahrheit oft ein viel grösserer Kontrollverlust ist als das Sich-Anfuttern von Speck. Kranke Welt.
Carola Heine

  melody | 31.12.2003 | Körper & Selbstbild | (0) TBs | Feedback (0)

Renate Göckel: Warte nicht auf schlanke Zeiten

Renate Göckel: Warte nicht auf schlanke Zeiten
Renate Göckel: Warte nicht auf schlanke Zeiten
Taschenbuch - 192 Seiten - Kreuz-Vlg., Stgt.
Erscheinungsdatum: 2002
ISBN: 3783120683

Der vollständige Titel lautet: “Warte nicht auf schlanke Zeiten. Ein Buch für starke Frauen.” und fasst eine komplette (Über-)Lebensphilosophie kompakt zusammen. (Noch ungelesen - Rezensionen willkommen!)

  melody | 31.12.2003 | Körper & Selbstbild | (0) TBs | Feedback (0)

Anne Zamberlan: Ich bleibe wie ich bin.

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Anne Zamberlan: Ich bleibe wie ich bin.
Taschenbuch - 254 Seiten - Lübbe, Berg.-Gladb.
Erscheinungsdatum: 1993
ISBN: 3404612795

Kurzbeschreibung: Anne hat mit ihren 130 Kilo wirklich ein schweres Leben, bis sie nach Jahren der Depressionen tatkräftig darangeht, aus ihrem Dicksein das Beste zu machen. Erfahrungsbericht.

Kommentar: Dieses Buch steht auf meiner Einkaufsliste, trotzdem kaufte ich es mir noch nicht, einfach weil mich diese Grundaussage nervt, dass man auf jeden Fall ein schweres Leben hat, wenn man selbst schwer ist. Sicherlich trifft das auf Einzelfälle zu, ebenso sicherlich ist dies eine beleibte, pardon beliebte Ausrede, denn um irgendwelche Hürden muss jeder im eigenen Leben klettern und “irgendwas ist immer”. Ich sage nicht, dass es leicht ist, mollig zu sein in einer kalten und oberflächlichen Welt, aber es ist auch keine Ausrede, damit man von vornherein auf dem Sofa pappen bleiben kann ...

Inzwischen wird die Fixierung auf Äusserlichkeiten allerdings wirklich immer krankhafter und schon mit wenigen Pfunden zuviel werden Frauen als “übergewichtig” klassifiziert, so dass sicherlich der gesellschaftliche Druck immer weiter steigen wird. Das Thema wird also wichtiger, was man schon daran merkt, dass dieses Buchcover von einer eher viereckigen und unscheinbar in schwarzweiß dargestellten Dicken auf eine plakative “Powermollige” in einem krassen orangefarbenen Schlauchkleid geändert wurde. Außerdem wurde der längere erläuternde Erfahrungseinleitungstext auf ein allgemein verständliches “Dick und trotzdem glücklich” eingekürzt.
(Das verstehen dann auch die Leute, die zu dumm sind, ihr Gewicht zu kontrollieren, nehme ich an? Egal, wenn jemand das Buch gelesen hat, freue ich mich über eine Meinung, ansonsten werde ich es sicherlich irgendwann konsumieren.
Carola Heine)

  melody | 31.12.2003 | Körper & Selbstbild | (0) TBs | Feedback (0)

Dorothy Cannell: Die dünne Frau.

Die dünne Frau.
Dorothy Cannell
Taschenbuch - 318 Seiten - Argument Vlg., Hbg.
Erscheinungsdatum: 1991
ISBN: 3886195163

«Die abgemagerte Architektin kriegt endlich ihrem Märchenprinzen zum Heiraten. Und dies in einer feministischen Reihe. Seltsam.» (Tages-Anzeiger)

Auszug: “Nette Menschen in aller Welt wissen, daß Familientreffen Anlässe harmlosen Vergnügens sind und mehr rechtschaffenes Behagen spenden als Wäscheschränke voller lavendelduftender Beitücher oder Speisekammern voll selbstgemachtem Brombeergelee. Darum hoffe ich, die Nachwelt wird mich nicht verurteilen, wenn ich gestehe, die Einladung in Merlins Schloß hatte auf mich die gleiche Wirkung wie eine amtliche Aufforderung, mich zu meiner Hinrichtung einzufinden. Der liebenswürdig formulierte Brief auf dünnem veilchenfarbenen Papier lud mich zu einem Sippentag auf den Stammsitz eines betagten Onkels. Mir wurde mit Schrecken bewußt, daß ich mein schändliches Geheimnis vor der Verwandtschaft, die ich in den letzten Jahren so sorgfältig gemieden hatte, nicht länger verbergen konnte. Die Werbung belegt solche wie mich mit dem beschwichtigenden Attribut ‘vollschlank’. Aber machen wir uns nichts vor. Ein einfaches Wort mit vier Buchstaben sagt alles.
Gab es irgendeine Verschleierungstaktik? Nicht in Form neuer Garderobe (mein Vertrauen in Kleidungsstücke war dahin), sondern allenfalls in Gestalt eines breitschultrigen Mannes an meiner Seite. Zum Beispiel ein gutaussehender liebevoller Ehemann sowie eine Schar entzückender goldblonder Kinder….”

Carola Heine

  melody | 31.12.2003 | Körper & Selbstbild | (0) TBs | Feedback (0)

Patti Massmann: Echt süß.

Echt süß. Der Roman zum Verschlingen und Abnehmen.
Patti Massmann, Susan Rosser
Taschenbuch - 405 Seiten - Goldmann, Mchn.
Erscheinungsdatum: 1992
ISBN: 3442413281

Warum lese ich das? dachte ich schon nach den ersten Seiten und las es trotzdem weiter. Vielleicht habe ich nur ein oder zwei, vielleicht aber auch schon ein gutes Dutzend solcher Romane gelesen, trotzdem hat der erste mich unterhalten und auch die anderen nicht völlig gelangweilt. 400 Seiten leichte Koste lese ich in wenigen Stunden, also habe ich auch diese Geschichte konsumiert, das Ende wohl wissend von der ersten Seite an. Das Schema ist ... ... bei diesen Stories ja immer gleich: Hausfrau um die 40 mit zwei Kindern (Sohn und Tochter natürlich) sieht ihre Ehe in Trümmern liegen - der “Göttergatte” (behämmertes Wort obendrein) hat eine andere, jüngere und erfolgreiche (unglaublich attraktive) Andere. Wenn diese Zutaten sich nicht so konsequent wiederholen würden, könnte man so ein Buch mit Spass lesen. Jemand, der jetzt keinen akuten Wiedererkennungseffekt durchlebt und auch schon mal besonders gerne einen leichten “Frauenroman” mag, der (die!) sollte hier nicht weiterlesen, sondern lieber das Buch kaufen :-)

Wie also sieht dieses mehr oder weniger bewährte Strickmuster aus? Entweder sagt der Göttergattenmensch recht plötzlich, seine Frau habe sich nicht weiterentwickelt, oder er findet sie viel zu dick (wie in “Echt süss”) oder aber er steht ganz offen dazu, dass er auch als dorschgesichtiger alter Knacker lieber Frischfleisch mag (“ich habe nur ein Leben und Du hast Dich gehen lassen, mit Dir verbringe ich es nicht”). So oder so liegt die Welt der besagten Hausfrau nun in Trümmern, denn natürlich hat sie ihren zumindest erlernten Beruf - meist ein Studium - komplett aufgegeben, um sich Haus und Heim zu widmen und hat auch niemals auch nur ansatzweise damit gerechnet, dass so etwas passieren könnte. Obwohl die Interessen sich auseinander entwickelt haben und sie sich an den Wochenenden schon oft alleine mit Freundinnen traf. Obwohl der Ehemann plötzlich auffallend eitel und vielbeschäftigt war und immer schon mal wieder verlauten liess, sie könne dies, das und jenes doch mal an sich ändern. Usw. Da sitzt sie nun und verzweifelt drehbuchgemäss, bricht zusammen und bespricht die Situation mit der allerbesten Freundin. Die selbst natürlich jenes Problem nie und nimmer hat, welches die beschriebene Ehe gerade zerbrochen hat.

“Er” hat also eine Midlife Crisis und stürzt die Heldin des Romans in jene Krise, um welche der Roman sich dreht (in einem Fall war es auch die Leiche des Ehemanns, die Krise - DER hat mir echt gut gefallen *g*). Sie löst diese dann für sich im Laufe der Handlung auf, findet zu ihrer eigenen Zufriedenheit, wird ein ganz neues “Ich” und entdeckt wieder, dass auch sie ein Mensch ist und nur nicht nur Dienstleister für ihre Familie. Den Flüchtigen will sie anfangs zurückerobern, gibt den Gedanken später auf, als sie feststellt, dass interne und externe Restaurierungsarbeiten ihr bessere Möglichkeiten öffnen - den Nachbarn oder Literaturzirkelbekannten, der von Anfang an freundschaftlich und auffallend attaktiv durch die Geschichte geisterte. Die neue Traumpartnerin des ehemaligen Gatten entpuppt sich wahlweise als Furie oder spontan alternde Barbie, die ihn sich aus materiellen Gesichtspunkten geangelt hatte. Etwas irritierend ist, dass die weibliche Hauptfigur am Ende meist an der Führungsspitze eines internationales Konzerns steht, ich nenn sowas das “Trösterle” (dran glauben tut eh keiner, aber wahrscheinlich tut es manchen Leuten einfach gut, sich das auch mal vorstellen zu können).

An dieser *süssen* Geschichte ist das “Besondere” das Übergewicht der Heldin und wie sie eine ganz neue, fettfreie Diät entwickelt, ein Traumgewicht erreicht und hält und die ganze Welt davor rettet, an zuviel Zucker zu Grunde zu gehen. Das wird allerdings nicht gerade so intensiv behandelt, dass es für Naschkatzen grossen Lerneffekt hätte - ein Glück wahrscheinlich, denn wie immer ist alles so einfach in Amerika, das Leben kommt in Grosspackungen daher und ist mit einfachen Handgriffen in klar verdauliche Bruchstücke aufteilbar. Wahrscheinlich habe ich’s deswegen zu Ende gelesen ... für mich ist eine Geschichte mit naiver Philosophie, einfach zu lösenden Problemen und gutem Ausgang halt immer noch ein utopischer Roman :-)

Carola Heine

  melody | 31.12.2003 | Körper & Selbstbild | (0) TBs | Feedback (0)

Mirjam Pressler: Bitterschokolade

Bitterschokolade
Mirjam Pressler
Taschenbuch - 110 Seiten - Langenscheidt KG
Erscheinungsdatum: September 1995
ISBN: 3468967020

Die 15jährige Eva ist dick und fühlt sich deswegen einsam und ungeliebt. Ihren Kummer frißt sie in sich rein - Eva ist freßsüchtig. Doch langsam merkt sie, daß es nicht der Speck ist, der sie von den anderen trennt, und sie beginnt, sich selber zu akzeptieren.

Mirjam Pressler, geboren 1940, lebt als Autorin und Übersetzerin in der Nähe von München.

  melody | 31.12.2003 | Körper & Selbstbild | (0) TBs | Feedback (0)

Michele Didou-Manent: Dick oder dünn?

Dick oder dünn? Körperkult im Wandel der Zeit.
Michele Didou-Manent
Gebundene Ausgabe - 235 Seiten (1998)
Knesebeck Vlg., M.;
ISBN: 3896600311

Kurzbeschreibung:“Bin ich zu dick? Bin ich zu dünn?” - diese Frage nimmt bei vielen Menschen einen hohen Stellenwert ein. Hier ist ein Buch, das die Relativität von Schönheitsidealen in der historischen Perspektive zeigt. Mit witzigen Beispielen schildert ein Team von Fachleuten die Versuche der Menschen, sich den jeweiligen Idealvorstellungen anzunähern und beantwortet die Frage: “Wie befreie ich mich von dem Zwang zum Körperkult?” Denn wer erst einmal weiß, daß Schlanksein durchaus auch als häßlich gelten konnte, hat schon den ersten Schritt in die Freiheit getan. 

  melody | 31.12.2003 | Körper & Selbstbild | (0) TBs | Feedback (0)

Seite 1 von 1 Seiten insgesamt:

Frauen und andere KatzenFrauen und andere Katzen.

Kurzgeschichten, Märchen und erotische Erzählungen.

Taschenbuch mit Geschichten, die auf katzenfrau.de veröffentlicht wurden. (6,60 Euro - 104 Seiten, erschienen im Juni 2000, online bestellen)

 

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