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Kategorie: Belletristik & Unterhaltung

Wir müssen über Kevin reden

Schon lange hat micht kein Buch mehr so gefesselt wie “Wir müssen über Kevin reden” von Lionel Shriver. Ein Buch, dessen Lektüre verstört. Wer Sensationsgier oder klischeehafte Betroffenheitsliteratur erwartet, wird enttäuscht. Wer aber schon lange argwöhnt, dass die Fassaden, die wir zum Erhalt unserer eigenen Familienidylle errichtet haben, in Wahrheit so brüchig sind wie die Idylle selbst, wird dieses Buch begierig in sich aufsaugen.

Das Verstörende daran ist die Erkenntnis, dass niemand von uns einfach nur gut oder nur böse ist. Lionel Shriver legt das Alter Ego bloß, das jeder von uns in sich trägt. Und wie sie das literarisch tut, finde ich außerordentlich gelungen.
Nicht alle Rezensenten sind dieser Meinung. Ja, es gibt Passagen, die quälend lang erscheinen, aber schließlich geht es auch um die quälenden Fragen einer Mutter nach Verantwortung, Schuld und Liebe. Eine andere Rezensentin ist offenbar über die quälenden Passagen nicht herausgekommen, sonst hätte ihr nicht entgehen können, dass es keinen Ex gibt und keine Eltern mehr, die sich gegenseitig Fragen stellen können.
Wer sich aber darauf einlässt, der Protagonistin Eva zu folgen, wird mit einer Spannung belohnt, die sich vor keinem Krimi verstecken muss.
Dem Fazit einer weiteren Rezension kann ich daher nur zustimmen: “Wir müssen über Kevin reden” ist nicht nur der Titel dieses gewagten Romans, es ist der Satz, den man so schnell wie möglich zu jemandem sagen möchte, der dieses Buch auch gelesen hat.

Harry Potter 7

Über den letzten Potter-Band ist seit seinem Erscheinen am 21. Juli so viel gebloggt worden, dass ich mich auf ein paar ganz persönliche Anmerkungen beschränken kann.

Band 6 konnte ich nur verzögert lesen, weil meine Kinder sich noch darum rissen, wer zuerst lesen durfte. Mit Band 7 hielten sie sich zurück — sei es, weil sie aus der Pottermania herausgewachsen sind, sei es, dass der Medienrummel auch sie nur noch nervte. Also konnte ich diesmal in aller Ruhe lesen.

Nun ja, J. K. Rowling hat sich bemüht, ihren Lesern einiges zu bieten. Nach den Horcruxes tauchen nun noch die Hallows auf, um die Handlung möglichst verworren und damit spannend zu gestalten. Für meinen Geschmack wäre weniger mehr gewesen, manchmal hätte ich mir logischere Wendungen gewünscht. Dass letztlich doch noch alles halbwegs zusammenpasst, ist schon eine Leistung. Die Odyssee des Drehbuchschreibers, die ich gerade gelesen habe, lässt sich mit ihrer “Reise des Helden” an Harry Potter wunderbar verfolgen.

Gefallen hat mir, dass einige Gestalten vielschichtiger wurden. Spätestens ab Band 4 störte mich die absolute Trennung von Guten und Bösen doch zu sehr. Selbst Dudley und Draco erhalten nun menschlichere Züge, und dass mit Dumbledore und Snape doch alles ganz anders war, als Band 6 suggerierte, das war sowieso klar.

Äußerst bedenklich finde ich als besorgte Mutter, dass selbst Hermine ihre Schulkarriere so leichten Herzens aufgibt. Nun ja, die Welt vor dem Bösen zu retten, ist natürlich eine äußerst ehrenvolle Aufgabe (die damit verbundenen Gefahren können getrost von denen vernachlässigt werden, die das Schild “Hauptdarsteller” auf der Brust tragen wie Harry, Ron und Hermine). Aber was antworte ich meinen Kindern, wenn sie mir demnächst eröffnen, sie wollten ihre Schullaufbahn aus ähnlichen Gründen beenden? ;-)

Zwischen Gott und der See

Aus persönlichen (und durchaus nicht unerfreulichen) Gründen beschäftige ich mich in diesem Jahr mit der Mercatorprojektion. Mit Schwung habe ich mich daher auch auf die Lektüre von Vermeulens Roman über das Leben des Kosmografen Gerhard Mercator gestürzt: Zwischen Gott und der See. Über das Leben und Werk des Gerhard Mercator.

Mercator ist zweifellos eine faszinierende Persönlichkeit. Er lebte in einer Epoche des Umbruchs, der Protestantismus begann gerade zaghaft, in Europa Fuß zu fassen. Erstaunlicherweise fuhr Mercator, der so Bahnbrechendes für die Seefahrt geleistet hat, nie selbst zur See.
Auf jeden Fall bietet sein Leben beste Voraussetzungen für eine lesenswerte Biografie. Dennoch stellt sich das rechte Lesevergnügen nicht ein. Spannend ist das Buch, was die Fakten betrifft. Die erfundene Handlung rund um Mercators Familie wirkt leider viel zu konstruiert und lässt das 16. Jahrhundert nicht wirklich lebendig werden.

Cecilia Ahern: P.S. Ich liebe Dich

Gelesen von Damaris Wieser:

» Cecilia Ahern: P.S. Ich liebe Dich. Holly und Gerry hatten einen einfachen Plan: Sie wollten für den Rest ihres Lebens zusammenbleiben.

Doch nichts kam so, wie es hätte sein sollen. Holly findet sich mit 29 Jahren allein in ihrem Haus wieder, welches einmal voller Leben und Liebe gefüllt gewesen war: Als Witwe.

Verzweifelt klammert sie sich an seine kaum noch vorhandene Gegenwart, trägt seinen Pullover, schläft auf seinem Kissen, versprüht sein Aftershave in ihrem Haus. Holly vergräbt sich in ihrer Trauer, droht an dem Schmerz des Verlustes ihres Mannes zu ersticken und leidet unter Depressionen.

Bis zu dem Tag, an dem sie den Umschlag mit 10 Briefen von Gerry erhält.

Ich war skeptisch, als ich anfing, dieses Buch zu lesen. Eben eine leichte Lektüre für die Straßenbahn. Doch bereits nach einigen wenigen Seiten bemerkte ich, dass dieses Buch alles andere als Straßenbahntauglich war. Unbeholfen zwinkerte ich dort mit meinen Augen zwischen den vielen Menschen und schaffte es kaum, meine Tränen zu verbergen.

Wer die Liebe kennt, wird mit solch unvorhersehbarer Macht durch die Worte dieser sehr jungen irischen Schriftstellerin getroffen, dass es einen taumeln lässt.

Holly möchte nicht mehr leben, nicht mehr arbeiten, nicht mehr sein und droht trotz des Haltes ihrer Freunde in der Tiefe ihrer Traurigkeit zu versinken.

Aber sie kauft sich endlich eine Nachttischlampe, geht in eine Karaokebar und sucht sich einen neuen Job -  alles Aufgaben, die Gerry ihr in den Briefen stellt. Gerrys Briefe und seine Liebe bringen sie langsam wieder dorthin zurück, wo auch sie wieder lachen darf.

Das Buch von Cecilia Ahern ist ein bisschen wie Sex and the City und ein bisschen wie die Worte des Dalai Lama. Es lässt den Leser lachen, schmunzeln, nachdenklich und traurig sein. Die Geschichte fließt dahin, der Leser wird zum Betrachter der Erlebnisse und fühlt sich manchmal fast in diesem Umfeld integriert.

Und dann wird Holly wieder zum eigenen Ich. Immer wieder stellt sich die Frage, was man selbst tun würde, wenn der geliebte Partner sterben würde. Die Gedanken und Gefühle von Holly lassen beim lesen eine so innige Intensität entstehen, dass man in den kurzen Momenten zwischen den einzelnen Seiten das Taschentuch ergreift, um seiner eigenen Trauer um den Verlust dieser Liebe freien Raum zu geben.

Cecilia Ahem zeichnet den Umgang mit dem Tod, die Wut, die Trauer und die Verlorenheit mit so präzisen Worten, dass man sich als Leser fragt, wie eine so junge Frau so viel vom Leben wissen kann.

Es ist ihr gelungen, das Thema Abschied in all seine Facetten so liebevoll
aufzutrennen, als würde man die Wolle eines alten Pullovers aufwickeln um
daraus irgendwann einen neuen stricken zu können.

Cecilia Ahem war bei der Veröffentlichung des Buches »PS: Ich liebe dich.« 23 Jahre alt.

Und ich war beim Lesen dieses Buches so unendlich dankbar für zwei scheinbar vollkommen normale Geschenke - dem Leben und der Liebe.«
Rezension von Damaris Wieser

Cecilia Ahern: P.S. Ich liebe Dich.
Krüger, Frankfurt
ISBN 3810501409
Februar 2004

  melody | 21.03.2005 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (4)

Neil Gaiman: Stardust

Stardust habe ich mir gekauft, weil die Beschreibung eine märchenhafte Liebesgeschichte versprach. So was verzaubertes Schmachtiges muss auch mal sein. Ein Held also, der auszieht, um seiner Angebeteten auf ihren Wunsch hin erfolgreich eine Sternschnuppe zu bringen, die zuällig nicht in seiner eigenen Welt niederging, sondern auf der anderen Seite einer Mauer. Eine Mauer, die eine Grenze zum Land der Magier, Hexen, Elfen und anderer Zauberwesen darstellt. Tristran Thorn selbst ist nur zur Hälfte Mensch und kann daher auf die andere Seite, um seinen Stern zu finden, den er braucht, um die Verehrte zu erobern. Es kommt dann alles ganz anders oder eben doch nicht.
Mehr möchte ich jetzt auch gar nicht verraten, um niemandem den Spaß zu nehmen. Nur so viel: Wer “The Princess Bride” mag, wird dieses Buch vermutlich auch geniessen. Für mich hätten es ruhig noch 300 Seiten mehr sein können und dass ich beim Lesen laut gelacht habe, kam schon lange nicht mehr vor. Ich habe mich mit der englischen Ausgabe prächtig amüsiert und

  melody | 18.03.2005 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (1)

Ken Follet: Die Säulen der Erde

imageDie Säulen der Erde
Ken Follett
Erscheinungsdatum: 1990
ISBN: 3785705778

Das Taschenbuch hat über 1150 Seiten, die ich in anderthalb Tagen gelesen habe, denn hätte ich das Buch zwischendurch weggelegt, hätte ich es vermutlich nie wieder angefasst, um die Lektüre zu beenden. Die Geschichte um das miteinander verwobene Schicksal mehrerer Familien ist nicht langweilig, aber auch nicht absolut fesselnd und eine Kürzung um mindestens ein Drittel und das Weglassen diverser langatmig beschriebener Grausamkeiten (Katze steinigen, Hahnenkampf, Bärenkampf, immer wieder Schilderungen von Sadismus und Vergewaltigungen auch dort, wo sie zur Handlung wahrlich nichts beitragen konnten) hätten der Erzählung gut getan.

Im Mittelpunkt der zahlreichen Handlungsstränge steht die Kathedrale von Kingsbridge, auf die sich wohl der Buchtitel “Die Säulen der Erde” beziehen soll. Ein Klostervorsteher will sie erbauen, für den Baumeister Tom ist sie ein Lebenstraum und es gilt neben Naturgewalten noch gegen Intrigen, Folter, Brandstiftung und Plünderei, Rivalen (und Dummheiten innerhalb der eigenen Familie) anzugehen. Follet scheint Sadismus toll zu finden, denn dumme und sadistisch veranlagte Menschen und detaillierte Schilderungen ihrer Taten ziehen sich durch die ganze Geschichte. Liebespaare werden grundsätzlich erst mal durch Kirche und Schicksal getrennt und haben mit wechselndem Erfolg enorme Schwierigkeiten zu überstehen, meist durch Machtspielchen begründet, die sich auch sonst wie ein roter Faden durch jedes Ereignis ziehen. Man erfährt einiges über die Planung einer Kathedrale, Hierarchien an Königshöfen und innerhalb der Kirche, Armut, Hungersnöte, leider aber im Anschluss an den Roman nicht ein einziges Detail darüber, welche Einzelheiten nun historischen Tatsachen entstammen und welche nur Ausschmückungen sind.

Das Buch ist zwar gut geschrieben und man möchte dann schon noch wissen, wie die Geschichte weitergeht, wenn man einmal angefangen hat. Es ist aber auch ein elend dicker Brocken Buch, in dem außer einer Menge detailliert geschilderter Intrigen und Grausamkeiten nicht wirklich viel passiert und man sollte schon ein Fan von diesen Historienschinken sein, um es wirklich zu genießen.

  melody | 07.11.2004 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (6)

Zoe Jenny: Das Blütenstaubzimmer

Frierend, röchelnd und leidend in einer Art Lebenskoma gefangen bewegt sich die Heldin von Das Blütenstaubzimmer (Zoe Jenny) durch die Handlung, alles tut weh, ist groß und grob und an der Grenze der unerträglichen Seichtigkeit des Seins. Irgendwas - nein, vieles - erinnert hier an die von Männern geschriebenen und auf wild getrimmten “junger Großkotz fickt und säuft sich ergebnislos durch die Szene”-Romane, von denen man nur einen kennen muss, um sie alle gelesen zu haben (und Bukowski einen Tritt geben will, damit er sich im Grab dreht, wie es sich gehört - und weil er ihn verdient hat).

Das Leben ist ein Roadmovie, das wissen wir doch alle. Mädchen haben natürlich andere Welten innerer Qualen zu durchleben, sie leiden da schon mal eher, frieren, hungern. Die Seele verdurstet und weggehen soll dann irgendwann Erwachsenwerden symbolisieren, eine Loslösung. Das Ende lässt den Leser unbefriedigt im luftleeren Gedankenraum zurück, die Personen haben keine Gesichter, die Heldin lernt man niemals kennen, geschweige denn mögen. Es könnte ein anrührendes Buch sein, mich hat es nicht berührt. Ein Buch für jemanden, der das innigliche Leiden liebt und das pralle Leben nicht an der Hand nimmt, für solche Menschen allerdings kann ich mir Das Blütenstaubzimmer gut vorstellen. Die wunderbar leichte Idee eines mit Blütenstaub angefüllten Zimmers wird nur benutzt, um künstlich Appetit auf ein literarisches Werk zu machen, das Annäherungen an diese Märchenhaftigkeit dann vermissen lässt. Der Name des Buchs ist weit hergeholt und künstlich aufgepropft, versandet auch direkt nach wenigen Sätzen wieder und kommt nie mehr hoch. Ansonsten fängt es mich langsam an gewaltig zu langweilen, dass soviele Leute beim Autobiographischen bereits ihre Grenzen erreichen. Ödes Buch, ausser man interessiert sich für seelenverwandte depressive Stimmungen. Der “Catcher in the Rye” war ähnlich arm dran, aber um ein Vielfaches besser zu lesen.

Das Blütenstaubzimmer ist dennoch das perfekte snobistische Mitbringsel, wer würde sich schon trauen, ein Buch nicht zu begrüßen, auf dem “ausgezeichnet mit dem Aspekte-Literaturpreis” steht und das so einen schwummrig-abgehobenen Titel trägt.

  melody | 05.09.2004 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (0)

Ha Jin: Waiting

WaitingWaiting von Ha Jin.

‘Waiting’ ist ein wunderschönes, langsames Buch, das den Leser in eine ferne Welt voller Träume, Gedanken - und Einsichten in die chinesische Kultur zur Zeit des chaotischen Mao-Regimes führt. Auf der einen Seite ein Arzt, der in jungen Jahren von seinen Eltern verheiratet wurde. Auf der anderen Seite die jungfräuliche Geliebte, die gesetzestreu und fast durchgehend geduldig auf ihn wartet. Jahr um Jahr kehrt Lin in sein Heimatdorf zurück, um seine Ehefrau zu einer Scheidung zu bewegen. Jedes Jahr kehrt er unverrichteter Dinge zurück, da Shuyu der offiziellen Trennung nicht zustimmt. Diesmal soll alles anders werden, denn Manna Wu wartet nun schon 18 Jahre auf ihn ...

Wie eine kostbare Pergamentrolle entrollt sich behutsam das Bild eines völlig fremden Lebens. Ein bisschen ist es ein Geschenk, denn auch dieses Buch habe ich aus London mitgebracht, nachdem ich nur die ersten 20 Zeilen gelesen hatte. Das hätte auch daneben gehen können. Ist es aber nicht. Behutsam und eindringlich nimmt die Lebensgeschichte von Lin gefangen - um den Leser dann mit einer fast unbeschreiblichen Endgültigkeit betäubt zurück in seine eigene Welt zu entlassen. P.S.
Hab gerade die deutsche Übersetzung gefunden. Würde aber vorschlagen, weder die Beschreibung noch die Kritiken noch das deutsche Buch zu lesen, sondern die englische Version zu inhalieren ... wie echten grünen Tee.

  melody | 29.08.2004 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (0)

Evelyn Sanders: Menschenskinder… nicht schon wieder

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Evelyn Sanders: Menschenskinder… nicht schon wieder

Es gibt Menschen, die denken, die Hochzeit ihrer Tochter ist der schönste Tag im Leben einer Mutter. Doch bei Familie Sanders, in der bekanntlich alles etwas anders ist, wird entsprechend reagiert: “Schon wieder eine Hochzeit? Ich zahle doch noch an der letzten!”

Sondereinband - 505 Seiten - Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. , GmbH & Co.
Erscheinungsdatum: 2001
ISBN: 3426619946

Arianas Meinung zum Buch Wer die acht Vorgängerbände gelesen hat, muss natürlich “dranbleiben”, um nicht zu verpassen, wie es mit der Sanders-Sippe weitergeht. Vergnüglich ist vor allem die Reiselust der Autorin geschildert, obwohl ich sagen muss, dass viele Figuren zwar witzig, aber dennoch relativ oberflächlich beschrieben werden - na ja, da es vermutlich alle irgendwo in der Realität gibt, liegt der Grund vermutlich darin. Es ist kein tiefschürfendes Buch, eher etwas, das man verschenkt, um jemanden aufzuheitern. Allerdings denke ich, dass so langsam so viele Anspielungungen auf die zurückliegenden Bücher vorhanden sind, dass der Lesespaß nicht besonders hoch ist, wenn man die Entstehung der Großfamilie Sanders nicht verfolgt hat, sondern Quereinsteiger ist.

Ariana [06.09.2002]

  melody | 21.03.2004 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (0)

Luisa Francia: Der untere Himmel. Frauen in eisigen Höhen

Luisa Francia: Der untere Himmel. Frauen in eisigen Höhen
Luisa Francia: Der untere Himmel. Frauen in eisigen Höhen
Viele Bergsteigerinnen standen schon auf den Gipfeln von Achttausendern. Von ihnen hört man so gut wie nichts. Ein Einblick, weshalb Frauen in die Todeszone steigen und alles riskieren. Trotz diverser Ungenauigkeiten brauchbar, weil es viele Namen und Literaturhinweise in einem (preisgünstigen) Buch versammelt, die sonst nur verstreut zu finden sind.

Taschenbuch - 207 Seiten - Econ, München
Erscheinungsjahr: 2000
ISBN: 361226740X

Karina Matejcek

  melody | 01.01.2004 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (0)

Dacia Maraini: Die stumme Herzogin

Dacia Maraini: Die stumme Herzogin
Dacia Maraini: Die stumme Herzogin
Dieser historische Roman schildert ein ergreifendes Frauenschicksal im Sizilien des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die taubstumme Herzogin Marianna, die schon als Dreizehnjährige mit ihrem mürrischen alten Onkel verheiratet wird. Um ihr freudloses Dasein ertragen zu können, zieht sie sich immer mehr in die Welt ihrer Gedanken und Träume zurück. Später entdeckt sie ihre Begeisterung für die Literatur und Philosophie. Die Liebe zu den Büchern hilft ihr über die innere Leere hinweg. Als Witwe schließlich erfährt sie dann von den schrecklichen Ereignissen, die sie taub werden ließen.

Taschenbuch - 352 Seiten - Piper, München
Erscheinungsdatum: 2002
ISBN: 3492235468

Karina Matejcek

  melody | 01.01.2004 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (0)

Nick Tosches: DINO. Rat Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück

Nick Tosches: DINO. Rat Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück
Nick Tosches: DINO. Rat Pack, die Mafia und der große Traum vom Glück

Wer war dieser Dean Martin, der Star im Scheinwerferlicht? Nick Tosches wagt einen Blick hinter die glitzernde Kulisse der amerikanischen Unterhaltungsindustrie und bringt dabei so manchen Skandal ans Tageslicht. Sei es der berühmte “Rat Pack” mit Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. & Co, die Monroe, Kennedy oder die halbseidene Unterwelt Hollywoods - sie alle hatten ihre Schattenseiten, und Dean Martin war immer an vorderster Front dabei. (Klappentext)

Pflichtlektüre für Las-Vegas-Reisende! (K.M.)

Taschenbuch - 703 Seiten - Heyne, München
Erscheinungsdatum: 2002
ISBN: 3-453-16133-5

Karina Matejcek]

  melody | 01.01.2004 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (0)

Andrea Kullak: Magische Weihnachten mit den Wellenbrechern

Magische Weihnachten mit den Wellenbrechern
Magische Weihnachten mit den Wellenbrechern
Gemeinschaftsprojekt der Wellenbrecher
Herausgeberin: Andrea Kullak
Erscheinungsdatum: Februar 2002
ISBN: 3831131708

Nachdem die «Wellenbrecher» im Winter 2000 so viel Spaß und Freude am ersten gemeinsamen Weihnachtsbuch hatten, gab es auch in 2001 einen Adventskalender im Internet - wieder in Textform und diesmal unter einem Motto - anschließend entstand darauf das Buch “Magische Weihnachten mit den Wellenbrechern”.

  melody | 31.12.2003 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (0)

Andrea Kullak: World Wide Weihnachten (von den Wellenbrechern)

World Wide Weihnachten
World Wide Weihnachten
Book on Demand - 131 Seiten - BoD, Norderstedt
Gemeinschaftsprojekt der Wellenbrecher
Herausgeberin: Andrea Kullak
Erscheinungsdatum: November 2001
ISBN: 3831124787

Es war einmal vor langer weihnachtlicher Zeit ein virtueller Adventskalender, der aus 24 stimmungsvollen und lustigen Texten bestand und um den es einfach viel zu schade gewesen wäre, hätte man ihn im Neuen Jahr dann einfach gelöscht. So entstand das erste gemeinschaftliche Buch der «Wellenbrecher», mit liebevollen Illustrationen und Titelgrafiken verziert: Ein rundherum gelungenes und garantiert persönliches Weihnachtsgeschenk.

  melody | 31.12.2003 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (0)

Corinne Hofmann: Die weiße Massai

Die weiße Massai
Corinne Hofmann: Die weiße Massai
Taschenbuch - 462 Seiten - Droemer Knaur, Mchn.
Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3426614960

Kurz und mittelprächtig: Ich war enttäuscht. Da klebt dieses Buch unter den ersten 100 Plätzen bei Amazon und hört sich mindestens so abenteuerlich an, als wäre nach guter alter Tarzan-Tradition eine weiße Frau bei den Massai aufgewachsen und hätte dann die Gelegenheit gehabt, einen intelligenten Vergleich beider Kulturen zu ziehen. Die Autorin ... ... gehört aber offensichtlich nur zu jenen Weibsbildern, die immer und ohne Nachzudenken jeder noch so existenzgefährdenden Laune nachgeben müssen - und das grundsätzlich ohne die Wirkung auf andere Betroffene auch nur zu überdenken.

Die Story:

Schweizer Blondinchen fährt mit Freund in Afrika-Urlaub, sieht Massai-Krieger und verliebt sich “unsterblich”. Großer schwarzer Mann entdeckt spontan, dass die reiche Touristin sicher auch die Liebe seines Lebens ist - allerdings erst, als Corinne wiederkommt, nachdem sie zuhause erst mal alles zu Geld gemacht hat, das sie besitzt, um fortan bei ihrem Massai zu hausen. Dort ist alles voller Fliegen, ziemlich dreckig und sie ist ständig krank. Wow, was für eine Überraschung. Sie hockt also mit ihm in der Buschhütte, verbraucht nach und nach alle finanziellen Reserven und quält ihre Leser mit unendlich detaillierten Schilderungen, wann welcher Reifen am Landrover platzte, welcher Massai-Krieger zu Besuch war und wo und wann welcher Nachbar Zucker kaufte. Nie gibt es genug zu essen, immer ist Corinne krank und der Massai irre eifersüchtig. Wen wundert es da, dass sie irgendwann das gemeinsame Kind nimmt und nach Hause “flieht”.

Fazit: Ein Afrika-Fan wird immerhin einige Informationen aus dem Buch ziehen. Heillos romantische Gemüter mögen bitte bedenken, dass diese Familiengründung langfristig auch für den Mann und das Kind ganz sicher nicht besonders lustig gewesen ist. Wer zu blöd ist, sich gegen Malaria impfen zu lassen, ist eventuell mit einem Königspudel in der Heimat auch besser bedient als mit einem ausgewachsenen Mann in einem fernen und offensichtlich “unbegreiflichen” Land.

Mich hat sie gereizt gemacht, diese “blonde” eogistische und aufs Neckischste impulsgesteuerte Frau - oder war es der naive Schreibstil? Mein Tipp wäre, dann doch lieber Wüstenblume von Waris Dirie zu lesen. Das ist zwar auch ein Modebuch, das ähnliche Knöpfe drücken will, aber trotzdem.

Carola Heine

  melody | 31.12.2003 | Belletristik & Unterhaltung | (0) TBs | Feedback (0)

Seite 1 von 1 Seiten insgesamt:

Frauen und andere KatzenFrauen und andere Katzen.

Kurzgeschichten, Märchen und erotische Erzählungen.

Taschenbuch mit Geschichten, die auf katzenfrau.de veröffentlicht wurden. (6,60 Euro - 104 Seiten, erschienen im Juni 2000, online bestellen)

 

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