Stauraum ist böse.

Während wir noch immer rätseln, wie alles in die kleine vorherige Wohnung passen konnte, was sich gerade auf dem Dachboden und im Keller befindet, füllen sich die 90qm Wohnung und 55qm Baustelle (zusätzlich) wie von Geisterhand. Mit dem schlimmsten aller Raumfüller, versteht sich. Nicht Bücher. Nicht Möbel. Nicht gepackte Kartons und Kisten. Sondern Zeugs.

Zeugs erscheint von selbst. Einmal an Nanunana vorbeigehen oder einen Blick auf die Tchibo-Website werfen, kurz bei Ebay reingeschaut oder einen Einkauf absolviert, schon kollert es die Treppe hoch, schleicht sich durch die Diele und wirft sich unauffällig in eine beliebige Ecke, um dort zu brüten und sich eifrig zu vermehren.

Zeugs appelliert an Beschützer- und Sammlerinstinkte, gibt sich trügerisch als Dekolaune für eine Saison aus oder stellt sich als potenzielles Geschenk vor, bei dem man sofort vergisst, an wen man beim Kauf doch gleich gedacht hat. Am aller-, allerschlimmsten ist Küchenzeugs, das ist hochgradig ansteckend, breitet sich seuchenartig aus und vermittelt immer überzeugend den Eindruck, es würde auch wirklich benutzt werden.

Vieles würde sich gar nicht einschleichen können, wenn wir nicht so viel Stauraum hätten jetzt. Ihn nicht zu nutzen, wie soll man das anstellen? Gehtjagarnicht. Also Zeugs. Man findet sich ab, entrümpelt, findet sich neu ab.

Völlig fassungslos stehe ich allerdings der expandierenden Aussteuer der Infantin gegenüber. Und das ist die Phase vor Playmobil und Lego! Auweia.

Wäre ein Kinderzimmer, das zu einem Drittel aus einem Podest mit komplett versenkbaren Riesenschubladen besteht, sehr ungewöhnlich? :-)