Als ich den Trailer im Kino zum ersten Mal sah, musste ich sofort wegsehen, um meine Bilder von Narnia zu schützen. Ewig konnte das nicht gut gehen, das wusste ich seit den barbiegroßen Narnia-Figuren an der Supermarktkasse, deswegen flüchtete ich mich zurück in alle sieben Bücher, um meine eigene Version zu retten. Ich wanderte durch viele Seiten zurück zu dem Punkt, an dem ich als Kind entdeckte, dass es mehr als ein Buch über Narnia gab.
Was mich damals sehr entzückte, daran erinnere ich mich noch genau: Chroniken, das heißt, es gibt noch mehr.
So schlimm war es dann gar nicht im Kino, der Film hat gar nicht wehgetan, er war sogar ganz schön. Vielleicht hätte in diesem seltenen Fall die Stimme eines allwissenden Erzählers nicht geschadet, der die Magie zwischen den Zeilen hervorholen und zwischen die bunten Bilder hätte streuen können, aber andererseits ahnt man ja schon, wie grausam eine deutsche Synchronisation dann geworden wäre.
Was Aslan für Narnia ist, wurde nicht wirklich spürbar, doch die Darstellungen von Lucy und Jadis entschädigen für vieles. Ich glaube, man sollte einfach vorher das Buch lesen und dann haut das mit der Erzählung in laufenden Bildern schon hin.