Es war einmal ein Katerkind

image  Es war einmal ein Katerkind, das in kalten Winternächten Langeweile hatte und stundenlang über Tisch und Bänke sprang. Und Betten, und Menschen, und andere Katzen. Wenn es mal anhielt, biss es einfach rein und bekam eine gescheuert. Manchmal bekam es von den eher kleineren Mitbewohnern mit Pfoten auch eine gescheuert, wenn es nicht reingebissen hatte, aber die Menschen gerieten auch langsam in Versuchung (nicht alle), wenn sie ihre Hände und Füße unter der Bettdecke verstecken mussten und trotzdem noch gezwackt und gekratzt wurden.

Der kleine Kater sprang und sprang und sprang, vom Stuhl aufs Bett auf den Tisch überm Bett und wieder auf den Stuhl. Zirkeltraining nennt man das wohl. Manchmal hatte er eine angekaute Fellmaus dabei, manchmal eine lange Stange mit feuchtgespielten Federpuscheln an einem Ende, oft roch er nach Pups oder Käsebällchen, vor allem aber war er eins: Unermüdlich und irre schnell. Und »BOING« einen ganz guten Aufprall hat er auch. Körpermittig, meistens.

Jetzt liegt in der Ecke ein Schnarchkater mit der Plauzbeule nach oben und der Mann sagt auf die Erziehungsfrage hin milde: