Augen zu und durch
So heißt ein Artikel aus der SZ, Zitat: »In einer Gesellschaft, die chronisch unausgeschlafen ist, in der Menschen, die genügend schlafen, als faul beschimpft werden, und solche, die ungesund leben, als engagiert gelten, hängen Gelingen und Scheitern einer Beziehung stark davon ab, ob es einem Paar glückt, sein Nacht- und sein Bettleben aufeinander abzustimmen. Jedes Liebespaar muss dabei einen Prozess durchlaufen, der niemals abgeschlossen ist. Ständig kommen neue Störfaktoren dazu, das können Kinder, Krankheiten oder sogar Haustiere sein.«
SOGAR Haustiere???
Der Text geht so weiter »So berichtet Rosenblatt von einem Mann, der sich beim Sex durch die Katzen seiner Frau gestört fühlt. Während sie angab, die Tiere kaum wahrzunehmen, war er überzeugt davon, dass die Tiere ihn beim Geschlechtsverkehr unablässig anstarrten.«
Dazu sagen wir jetzt mal nichts, wobei ich Anstarren wirklich für kein Problem halte, sondern spannungsgeladene Situationen solcher Art eher entstehen, wenn mehr als ein bis zwei der Anwesenden die Krallen ausfahren und an unpassenden Stellen ein bisschen herumkratzen.
»Sogar Haustiere«, daran kaue ich allerdings.
Seit The Kenzo Days für uns begonnen haben, sind die Nächte nur noch gestückelt zu haben, sehen Türen untenrum zerschreddert aus, Miss Peppermint ist überdurchschnittlich gut durchblutet und Dutzende Bekannte erklären uns ungefragt, ihnen wär so ein Kater ja doch ein bisschen too much, als könnten wir die Liebe zu dem Knödelvieh jetzt wieder abschalten und dann einfach ruhig durchschlafen.
Sogar Haustiere, jaha. Sogar.
Freitag, 05. Januar 2007
Our house.
In diesem Haus wohnen Kinder von 5 bis 17 (insgesamt fünf), Erwachsene zwischen 30 und 50 Jahren (insgesamt 14), ein Vogel und ein Fisch, der alle anderen in seinem Aquarium gefressen hat, ein sehr großer schwarzer Hund, eine silberne Puschelprinzessin und ein nachtaktiver Waldkater.
Nach einer Nacht wie heute wünsche ich mir einen Tausch Kenzo gegen Kannibalenfisch. Der Fisch kratzt wenigstens nicht an Türen. Glaube ich.
Donnerstag, 16. November 2006
Norwegisch lernen.
»Mröpf mrömpf möpf mröpf mröpf!« heißt auf norwegisch waldkaterisch: Setz mich aufs Fensterbrett, ich will Tauben fressen! (Auch wenn Britta in Norwegen das vermutlich anders aussprechen würde.)
Dieser Katerklops, der ständig mit Krallen und Zähnen seine Zärtlichkeiten und robuste Einstellung Menschen, Mitkatzen und Möbeln gegenüber beweist, ist ein Mimöschen, wenn es um ihn selbst geht und jammert ziemlich rum, wenn andere gestreichelt werden, er doch lieber vom Arm runter will oder ihm langweilig ist. Das Fensterbrett ist hoch und es ist gruselig, da hochzuspringen, wenn das Fenster offen ist, denn auf der anderen Seite geht es 12m abwärts in den Innenhof. Da hilft auch das katzensichere Fliegengitter nix, der Kater wird lieber angehoben. »Mröpf mrömpf möpf mröpf!«
Anschaffung einer Hühnerleiter für den Katerkasper wird erwogen, bezahlbare kleine sind aber gar nicht so einfach zu finden, wie man denken sollte. Zwischenzeitlich überlegen wir, uns das eine oder andere Weekend im Hotel zu leisten - es gibt da ja so Wellness-Specials, um auch Katzeneltern ein gelegentliches Durchschlafen zu ermöglichen.
Wenigstens guckt er gerne das Vollwaschprogramm.
Dienstag, 26. September 2006
Pfotenfamilie.
Wie die Katzen sich eingewöhnt hätten, fragt man aller virtuellen- und offline-Orts und nur selten nach uns, weil wir können ja reden und es ggf. selbst mitteilen. Den Katzen geht es prima.
Seit ich Miss Peppermint kenne, also seit 1993, ist ein Umzug mit ihr keine große Sache und eine reine Freude. Sie steigt aus dem Transportkorb, läuft mit angehobenem Schwänzchen einmal aufgeregt durch alle Zimmer. Diesmal schnurrte sie das Parkett an, das fand sie sofort ganz toll. Dann geht sie gucken, ob man auch an ihr Klo und Futter gedacht hat, und dann wohnt sie da, wohin man sie mitgenommen hat. So war sie mit 9 Wochen, mit vier Jahren auch und mit 13 und einem nervigen Waldkater im Gepäck ist sie immer noch so.
Eine Viertelstunde, und Peppermint ist umgezogen.
Der Waldkaterklops dagegen flitzte in die dunkelste Ecke unterm Bett, nur um festzustellen, dass man dort ein Katzenkörbchen, Wasser und Futter hingestellt hatte. Ob er sich verkaspert vorkam, wissen wir nicht, aber ganz so schlimm kann das alles nicht gewesen sein, denn er hat dann relativ bald ein bisschen was gefuttert und kam auch immer mal ein bisschen Handkontakt abholen.
Nachts ging er auf die große Wohnungsbesichtigungstour, was mir unter anderem daran auffiel, dass er im Schlafzimmer aufs Fensterbrett gesprungen ist. Da gibt es nämlich noch gar keins und er fiel mir ins Gesicht.
Inzwischen brettert er tatsächlich mit Anlauf über die sehr hohe Seite des Betts und springt mit ‘Kabumm!’ darüber ohne Rücksicht auf die Landefläche, er hat sich bestens eingelebt und legt sich besonders gerne im schmalen Flur als Blockade hin. Man kann drüber steigen, beim nächsten Mal liegt er dann lang ausgestreckt diagonal … aber wehe, man schiebt einen Fuß unter den Speck, um ihn wegzuschubsen, dann schreit er böse und gibt die renitente Bleikugel.
Die Kinder im Haus haben am ersten Tag mal nach den beiden geguckt (ich zitiere Hagen, der sorgfältig den Satz formulierte »Ich sehe unter dem Bett ihre leuchtenden Augen!«), bei uns ist aber noch zu viel Kistenchaos, um sie miteinander spielen zu lassen.
Keine Probleme, kein Gepinkel, sie liegen schnurrend auf den Kistenbergen. Die Katzen wohnen jetzt auch hier.
Sonntag, 03. September 2006
Saftnasen Update


Action Shot:
Dienstag, 11. Juli 2006
Kenzo kugelt.
Unauffällig eine Pfote im blauen Seidenkimono verhaken ...

Was soll das denn jetzt, nun nimmt sie den weg!

Pah.

“Komm doch und lass dich beißen und kratzen”
Donnerstag, 06. Juli 2006
Die Katzen sind wieder zuhause.
Kenzo ist topfit, er läuft ein bisschen breitbeinig und beschwert sich lautstark, dass heute nicht sein Tag ist. Kein Wunder. Miss Peppermint ist ein schwankendes kotzendes Häufchen Elend, nacktgeschoren und mit einem Verband an der Pfote, einem anderen in der Pfotenbeuge.
Wir haben sie eine Stunde lang herumgetragen und dann habe ich sie in ihr Häuschen krabbeln lassen, da ruht sie sich nun aus. Die kastrierte Kröte ist neugierig, aber erstaunlich rücksichtsvoll. Vielleicht wird aus Kenzo ja doch noch ein Katerchen, das man halbwegs aushalten kann.
Remington: Von Miezen und Menschen.
Mulmiges Gefühl.
Die Knödel sind beim Tierarzt. Kenzo ist vorher noch nie irgendwo gewesen und setzte sich sehr ordentlich und aufmerksam in der Tragetasche hin, gab keinen Mucks vor sich, beäugte interessiert das dicke schwarze Kaninchen namens Angel, das von seiner Besitzerin aber “Schinken” genannt wurde und fast so groß und schwer wie ein Norwegerkaterkind war. Der Tierarzt gab ein anerkennendes Geräusch von sich, als er die zusammengerollte Kröte aus der Tasche zog und schaute erst mal nach, ob die Hoden an der richtigen Stelle sitzen. Tun sie. Noch.
Dann fragte ich ihn nach Kenzos Augen. Wenn unser Kater eindöst, schließen sich zuerst die hellen Nickhäute und später dann erst die Augen, wenn er endlich richtig einschläft. Das sieht ein bisschen zombiemässig aus und eigentlich ganz lustig, aber irgendwas daran kam mir nicht richtig vor, also habe ich nachgefragt. Mit einem Griff konnte er uns das Problem zeigen: Kenzo die Kröte hat eine eingerissene Nickhaut, die sauber vernarbt ist, sich aber trotzdem schneller schliesst als der Rest. Wahrscheinlich hat ihm die Verwandtschaft in der Kleinkinderzeit eins übergedengelt - als er bei uns ankam damals hatte die Mama gerade dem ganzen Wurf die Schnurrhaare abgekaut und es dauerte nur ungefähr 5 Stunden, bis ich dafür vollstes Verständnis entwickelt hatte. Die können schon ganz schön nerven, die Norwegerkinder.
Er hat aber keine Schmerzen wegen der Nickhaut, es sieht nur wild aus. Der Arzt guckt sich das in der Narkose zwar noch mal genauer an, meint aber, das kann einfach so bleiben.
Miss Peppermint beschwerte sich während der Autofahrt ausführlich und gab sofort ein Schnurren von sich, als das verhasste Auto endlich anhielt. Etwas verblüfft betrachtete der Tierarzt, wie sie sich schnurrend unter den versammelten Händen auf dem Tisch durchschob, die Miss ist wirklich ein Sonnenscheinchen und verliert auch nichts von ihrem Charme, wenn sie unten und seitlich geschoren und auf dem Rücken angefilzt ist. Sie wird sich sehr freuen, wenn sie heute Abend nackig ist, bei diesem Wetter gleich doppelt. Ich habe vergessen zu fragen, was sie mit dem Schwänzchen machen und nehme an, dass wir wieder eine Art Löwenpuschel-Look zurückbekommen. Auch Pepper hat ein Problem mit dem rechten Auge (wir drei teilen dieses Problem und den gemeinsamen Geburtstag), es ist ein wenig kleiner und der Arzt guckt sich auch das unter Narkose genauer an.
Kenzos Tasche war ganz still. Pepper schmuste sich lautstark an, aber leider half das nicht. Dann nahm man uns beide Taschen mit der halben Familie Heine weg und wir schlichen uns stumm aus der Praxis.
Man kommt nach Hause und muss sich nicht sofort hinter der Tür in die Ecke werfen, weil die Norweger angreifen. Die Kuschelkiste ist leer und auch Käsebrot kann man in Ruhe essen. Als ob man das wollen würde.
Aktuell:
» Frische Einträge:
Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte ich diesen Eintrag schon mal geschrieben.
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Momentaufnahme von der Baustelle, aktuell
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Immer noch Baustelle
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Pappnasenzeit.
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Zu Diensten.
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Bitte lächeln
Ganz normale Fotos zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Scheinbar wollen die meisten Frauen von sich Bilder von schräg oben mit faltenmindernder Beleuchtung in Supermodel-Makeup und tollen Posen (das erklärt wohl auch viele seltsame Profilfotos).
Ich dagegen wollte gerne aktuelle Bilder von der Frau, die ich auch bin. In meinem normalen Make-up, ohne Gefuddel mit den Haaren und in den Klamotten, in denen man mir auch auf der Straße begegnet.
Überzeugungsarbeit war nötig :-)… ... lesen ...
Erkenntnisse aus dem Projektalltag (2)
Wenn es eine Chance gibt, etwas falsch zu machen – die DAUs im Projekt werden sie nutzen. Ein schönes Beispiel sind Daten.
... lesen ...Blogbibliothek
Ein schönes neues Projekt: Blogbibliothek.ch möchte ausgewählte Texte für das Lesevergnügen zusammenstellen, ich zitiere: »Es gibt Blog-Einträge, die mit sprachlicher Sorgfalt bis hin zu literarischem Können geschrieben sind: Man möchte seine Nase in sie stecken wie in ein aufgeschlagenes Buch, das einladend in einer Bibliothek liegt. Solche Texte sollen für dieses Portal gefunden und vorgestellt werden. Eine Bewertung der Texte… ... lesen ...
Angela in Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte ich diesen Eintrag schon mal geschrieben.: Jo genau - seid doch einfach dankbar, dass ihr ein Dach über dem Kopf habt *tzz* - immer wieder ...
creezy in Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte ich diesen Eintrag schon mal geschrieben.: Ich drücke einfach nur die Daumen für sehr sehr sehr schnell. Jetzt. Pronto. Du warst übrigens ...
melody in Momentaufnahme von der Baustelle, aktuell: Um die vielen interessierten Nachfragen in unseren sozialen Netzen :-) nun gesammelt zu ...
melody in Momentaufnahme von der Baustelle, aktuell: Ja, der beauftragte Sachverständige kommt aus dem richtigen Fachgebiet, danke für den Hinweis. ...
Dr.Sno* in Momentaufnahme von der Baustelle, aktuell: soll der dachraum als wohnraum dienen empfiehlt es sich einen fachplaner hinzu zu ziehen. bei ...
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